
Das Google-Unternehmensprofil ist der größte Einzelhebel im lokalen Ranking: laut Whitespark 2026 rund 32 % des Local-Pack-Gewichts, Bewertungssignale kommen noch obendrauf.
Wir haben 105 Profile rankender Makler vermessen: Median 4,9 Sterne, 138 Bewertungen (Großstadt: 266), 24 Fotos, rund eine neue Bewertung pro Monat.
Beim Bewertungsaufbau schlägt Takt die Menge — 74 % der Nutzer lesen ohnehin nur die Rezensionen der letzten drei Monate (Whitespark 2026).
Das eingetragene Servicegebiet beeinflusst dein Maps-Ranking nicht (Sterling-Sky-Tests, 2025) — Nachbarorte gewinnst du über die Website.
Profil-Pflege kann jeder. Wogegen du antrittst und welche Werte du schlagen musst, ist Messarbeit.
In deiner Stadt stehen drei Makler im Karten-Kasten über allen normalen Suchergebnissen. Diese drei bekommen die Anrufe. Alle anderen teilen sich den Rest.
Ob du in diesem Dreieck stehst, entscheidet vor allem dein Google-Unternehmensprofil. Für Immobilienmakler ist es der größte einzelne Ranking-Hebel in der lokalen Suche: Laut der Whitespark-Studie 2026 machen Profil-Signale rund 32 % des Local-Pack-Rankings aus — kein anderer Einzelfaktor kommt da heran.
Wir haben 105 Unternehmensprofile von Maklern vermessen, die in ihren Städten ganz oben stehen. Dieses Playbook zeigt dir, was diese Gewinner messbar anders machen, wie du dein Profil Schritt für Schritt auf ihr Niveau bringst — und an welcher Stelle Pflege endet und Messarbeit beginnt.
Google sortiert lokale Ergebnisse nach drei Faktoren: Relevanz (wie gut dein Profil zur Suche passt), Entfernung (wie nah dein Standort am Suchenden liegt) und Bekanntheit (wie präsent dein Unternehmen online ist) — so beschreibt es Google selbst in seiner Hilfe. Die Entfernung kannst du nicht steuern. Kaufen kannst du dir die Position auch nicht. Es bleiben genau zwei Hebel: Relevanz und Bekanntheit.
Und genau dort spielt die Musik. Whitespark gewichtet in der 2026er-Erhebung die Profil-Signale mit rund 32 % und die Bewertungssignale mit weiteren 20 % — zusammen also über die Hälfte des Local-Pack-Rankings, und beides hängt direkt an deinem Profil. Local SEO für Makler beginnt deshalb nicht auf der Website, sondern in diesem einen Google-Konto.
Die Entfernung ist gesetzt. Wer ins Maps-Dreieck will, gewinnt über Relevanz und Bekanntheit — oder gar nicht.
Das ist eine gute Nachricht. Denn während sich deine Wettbewerber über ihre Websites streiten, liegt der größte Einzelhebel in einem Werkzeug, das nichts kostet und das die meisten Makler halbleer stehen lassen.
Die Gewinner-Profile aus unserer Messung von 105 rankenden Maklern teilen ein klares Muster: im Median 4,9 Sterne, 138 Bewertungen (in Großstädten: 266), 24 Fotos und ein kontinuierlicher Takt von rund einer neuen Bewertung pro Monat. Dazu haben 93,3 % „Immobilienmakler" als Primärkategorie gesetzt. Das ist kein Zufallsprofil — das ist die messbare Ziellinie.
| Signal | Gewinner-Median (unsere Messung, n = 105) | Dein Profil heute? |
|---|---|---|
| Sterne-Rating | 4,9 ★ | ___ |
| Anzahl Bewertungen | 138 (Großstadt: 266) | ___ |
| Bewertungs-Takt | ~1 neue pro Monat, dauerhaft | ___ |
| Fotos | 24 | ___ |
| Primärkategorie | „Immobilienmakler" (93,3 % der Gewinner) | ___ |
Füll die dritte Spalte ehrlich aus. Und dann die drei Fragen, an denen sich entscheidet, ob diese Tabelle für dich reicht: Kennst du den Bewertungs-Median der drei Makler, die in deiner Stadt über dir stehen? Weißt du, welche Zusatzkategorien dein Profil aktuell trägt — und welche deine Wettbewerber? In welchem Takt kommen deine Bewertungen tatsächlich rein?
Wenn du bei diesen Fragen passen musst, bist du in der Mehrheit. Aber genau das ist der Punkt: Geschlagen wird nie ein Pauschalwert aus einer Tabelle, sondern dein lokaler Wettbewerb. Der Median in Schwabach ist ein anderer als der in Nürnberg.
Das Ziel ist nicht „ein gutes Profil". Das Ziel ist: messbar besser als die drei über dir.
Takt schlägt Menge. Die Gewinner sammeln rund eine neue Bewertung pro Monat — dauerhaft, seit Jahren. Das erreichst du nicht mit einer Sammelaktion an alle Alt-Kunden, sondern mit einem festen Prozess: Nach jedem Abschluss, im Moment der Übergabe, bittest du persönlich um eine Bewertung und schickst direkt den Bewertungslink hinterher. Ein Abschluss, eine Bitte, ein Link. Jedes Mal.
Warum der Takt so entscheidend ist, zeigt die Whitespark-Erhebung 2026: 74 % der Nutzer lesen nur die Rezensionen der letzten drei Monate. Deine 40 Bewertungen aus 2023 sind für diese Leser unsichtbar. Ein Profil mit stetigem Takt wirkt dagegen in jedem Quartal lebendig — für Google und für den Eigentümer, der gerade vergleicht. Dazu kommt: 68 % der Nutzer filtern Betriebe unter 4 Sternen von vornherein heraus (Whitespark 2026). Unter dieser Schwelle findet der Vergleich ohne dich statt.
Der Prozess im Detail:
Und die Abkürzung, die keine ist: Bewertungen kaufen oder von Freunden faken lassen. Google behält sich bei Richtlinien-Verstößen vor, Profile zu sperren — und ein gesperrtes Profil wirft dich komplett aus der Karte. Dazu klingen gekaufte Rezensionen generisch, und Eigentümer haben ein feines Gespür dafür. Der ehrliche Weg ist langsamer. Er ist auch der einzige, der trägt.
Ein vollständiges Profil deckt sechs Bereiche ab: die richtige Primärkategorie, sinnvolle Zusatzkategorien, eingetragene Leistungen, aktuelle Fotos, regelmäßige Beiträge und beantwortete Fragen. Jeder Bereich ist Relevanz-Futter für Google — und jeder ist in einer Stunde angefangen, aber nur mit System richtig gemacht.
Primärkategorie: „Immobilienmakler". 93,3 % der Gewinner haben genau diese gesetzt — die Primärkategorie ist laut Whitespark 2026 eines der stärksten Einzelsignale überhaupt. Wer hier „Immobilienunternehmen" oder „Hausverwaltung" stehen hat, verschenkt Ranking auf dem einfachsten Feld. Übrigens: Falls du das Werkzeug noch als Google My Business kennst — gleiche Sache, neuer Name, gepflegt wird heute direkt in der Google-Suche.
Zusatzkategorien: Hier wird es zum ersten Mal knifflig. Zusatzkategorien wie „Immobilienbewerter" oder „Immobilienbüro" können Relevanz für weitere Suchanfragen bringen — die falschen verwässern dein Profil. Welche für dich richtig sind, hängt daran, wofür in deinem Ort tatsächlich gesucht wird und was deine Wettbewerber gesetzt haben. Das steht in keinem Ratgeber, das steht in deinem Markt.
Leistungen und Beschreibung: Trag deine Leistungen einzeln ein — Verkauf, Vermietung, Wertermittlung — und schreib die Beschreibung konkret: Orte, Objektarten, seit wann. Kein „Ihr kompetenter Partner rund um die Immobilie".
Fotos: Die Gewinner haben im Median 24 — echte Team-, Büro- und Objektfotos, keine Stockbilder. Regelmäßig nachlegen, nicht einmalig befüllen.
Beiträge und Fragen: Monatlich ein Beitrag (Referenz, Marktzahl, Einblick) signalisiert Aktivität. Und den Fragen-Bereich füllst du am besten selbst: Stell die fünf häufigsten Eigentümer-Fragen und beantworte sie, bevor es ein Fremder unpräzise tut.
Ein vollständiges Profil ist die Eintrittskarte. Aber das Bekanntheits-Signal — das dritte aus Googles Dreiklang — speist sich zum großen Teil aus dem, worauf dein Profil zeigt: deiner Website. Ein starkes Profil auf einer schwachen Makler-Website ist ein Rennwagen mit angezogener Handbremse — beides zusammen ist das Fundament, das wir im großen SEO-Guide für Immobilienmakler komplett aufschlüsseln.
Nein. In den Local-SEO-Tests von Sterling Sky (aktualisiert 2025) zeigte das eingetragene Servicegebiet keinerlei Einfluss auf das Ranking — es wirkt rein visuell. Maßgeblich bleibt der Standort, mit dem dein Profil verifiziert wurde. Wer sein Servicegebiet großzügig über zehn Nachbarorte zieht, ändert an seiner Sichtbarkeit dort: nichts.
Das ist einer der teuersten Irrtümer, die wir in Audits sehen — Makler, die monatelang am falschen Regler drehen und sich wundern, warum im Nachbarort nichts passiert. Trag dein Servicegebiet ruhig ehrlich ein, damit Kunden dein Einzugsgebiet sehen. Aber gewinnen wirst du Nachbarorte über einen anderen Weg: eigene Standortseiten auf deiner Website, mit echtem lokalem Inhalt. Das ist Website-Arbeit, nicht Profil-Arbeit.
Das Servicegebiet ist Deko. Nachbarorte gewinnst du über die Website — oder gar nicht.
Du trittst gegen die drei Profile an, die in deiner Stadt aktuell im Maps-Dreieck stehen — nicht gegen einen Branchendurchschnitt. Alles bis hierher kannst du selbst umsetzen, und das solltest du auch. Aber jetzt kommt die Schicht darunter: Profil-Pflege kann jeder Makler. Gegen wen genau du antrittst und welche Werte du konkret schlagen musst, ist Messarbeit.
Denn dein Ziel ist nicht der Gewinner-Median aus unserer Tabelle. Dein Ziel sind die drei Profile, die in deiner Stadt über dir stehen. Wie viele Bewertungen haben die — 60 oder 300? In welchem Takt kommen sie? Welche Kategorien und Leistungen haben sie gesetzt, welche Lücken lassen sie offen? Und wie stark ist ihre Website, die ihr Bekanntheits-Signal füttert? Erst aus diesen Antworten entsteht ein Plan mit Reihenfolge: was zuerst, was kann warten, was ist bei deiner Wettbewerbslage überhaupt erreichbar.
Diese Vermessung machen wir für jeden Makler, bevor irgendetwas gebaut wird. Wie das konkret aussieht, kannst du in der Case Study enora aus Schwabach nachlesen — dort wurde genau dieses Profil-Fundament als erster Baustein gelegt, bevor Website und Sichtbarkeit darauf aufsetzten.
Drei Dinge kannst du diese Woche selbst erledigen: Primärkategorie auf „Immobilienmakler" prüfen, Profil vollständig befüllen (Leistungen, Fotos, Beschreibung), und den Bewertungs-Prozess nach jedem Abschluss fest einplanen. Das kostet nichts außer Konsequenz — und es ist exakt das Fundament, auf dem auch die Gewinner-Profile stehen.
Was danach kommt, ist Messarbeit: der Bewertungs-Median deiner drei Wettbewerber, ihre Kategorien und Lücken, die Stärke ihrer Websites, deine realistische Reihenfolge. Statt dir das alles selbst zusammenzusuchen — hol dir die kostenlose Potenzial-Analyse. Wir vermessen dein Profil gegen deinen lokalen Wettbewerb und sagen dir konkret, welche Werte du schlagen musst und womit du anfängst. Danach weißt du, was zu tun ist — ob mit uns oder ohne uns.
Stand: August 2026 · Autor: Milan Schuster, EstatePartner
Was kostet das Google-Unternehmensprofil?
Nichts. Anlegen, verifizieren und pflegen ist komplett kostenlos — und ein besseres Ranking lässt sich laut Google auch nicht gegen Bezahlung einfordern. Wer dir „garantierte Maps-Platzierungen" verkaufen will, verspricht etwas, das Google selbst ausschließt. Das Einzige, was das Profil kostet, ist Konsequenz in der Pflege.
Ist Google My Business dasselbe wie das Google-Unternehmensprofil?
Ja. Google hat das Werkzeug umbenannt — was früher Google My Business hieß, heißt heute Google-Unternehmensprofil. Die separate App wurde eingestellt; verwaltet wird das Profil inzwischen direkt über die Google-Suche und Google Maps. An Bedeutung und Funktionsweise für dein Maps-Ranking hat sich dadurch nichts geändert.
Wie viele Bewertungen brauche ich als Immobilienmakler?
Mehr als deine direkten Wettbewerber — das ist die einzige ehrliche Antwort. Zur Orientierung: Die Gewinner unserer Messung liegen im Median bei 138 Bewertungen, in Großstädten bei 266, bei 4,9 Sternen. Wichtiger als die Gesamtzahl ist der Takt von etwa einer neuen Maklerbewertung pro Monat.
Soll ich auf negative Bewertungen antworten?
Unbedingt — sachlich, konkret, ohne Rechtfertigungsschleife. Künftige Verkäufer lesen deine Antwort mit und beurteilen daran, wie du mit Konflikten umgehst. Eine souverän beantwortete kritische Bewertung wirkt oft vertrauensbildender als zehn wortlose Fünf-Sterne-Einträge. Antworte auch auf positive Bewertungen — kurz und persönlich statt mit Textbaustein.
Kann ich Bewertungen kaufen, um schneller aufzuholen?
Davon raten wir klar ab. Gekaufte oder gefälschte Bewertungen verstoßen gegen Googles Richtlinien — im Ernstfall wird das Profil gesperrt, und du verlierst alles auf einmal. Dazu erkennen Eigentümer generische Fake-Texte erstaunlich zuverlässig. Der Prozess „nach jedem Abschluss fragen" bringt dich langsamer, aber dauerhaft nach oben.
Wie schnell wirkt die Profil-Optimierung?
Vollständigkeit und Kategorien greifen erfahrungsgemäß innerhalb weniger Wochen, sobald Google das Profil neu bewertet. Der Bewertungsaufbau ist ein Monats- und Jahresprojekt — genau deshalb ist der früheste Start der beste. Eine exakte Zeitschiene hängt an deiner Wettbewerbsdichte; seriös vorhersagen lässt sie sich erst nach einem Blick auf deinen Markt.
Reicht ein starkes Profil auch ohne gute Website?
Auf Dauer nicht. Das Bekanntheits-Signal aus Googles Dreiklang speist sich wesentlich aus deiner Website und dem, was im Netz über dich existiert. Dazu klicken Eigentümer vom Profil direkt auf deine Seite — landet dieser Klick auf einer schwachen Website, stirbt die Anfrage dort. Profil und Website sind ein System, kein Entweder-oder.
Wozu ist das Servicegebiet dann überhaupt gut?
Für deine Kunden. Es zeigt in Maps und in der Suche, welche Orte du bedienst — das schafft Klarheit und erspart Anfragen aus Regionen, die du nicht abdeckst. Nur ein Ranking-Hebel ist es eben nicht: In Sterling-Sky-Tests (2025) blieb der Einfluss auf die Position bei null. Ehrlich eintragen, nichts erwarten.