Illustration: Goldener Karten-Pin mit Sternen über Häuserzeile – Google-Maps-Ranking

Google-Unternehmensprofil für Immobilienmakler: das Maps-Top-3-Playbook

Milan Schuster
September 1, 2026

Das Google-Unternehmensprofil ist der wichtigste Einzelfaktor im lokalen Ranking: laut Whitespark 2026 rund 32 % des Local-Pack-Gewichts, Bewertungssignale kommen noch obendrauf.

Wir haben 105 Profile rankender Makler vermessen: Median 4,9 Sterne, 138 Bewertungen (Großstadt: 266), 24 Fotos, rund eine neue Bewertung pro Monat.

Beim Bewertungsaufbau zählt ein regelmäßiger Takt mehr als die Menge, denn 74 % der Nutzer lesen nur die Rezensionen der letzten drei Monate (Whitespark 2026).

Das eingetragene Servicegebiet beeinflusst dein Maps-Ranking nicht (Sterling-Sky-Tests, 2025). Nachbarorte gewinnst du über die Website.

Die Profil-Pflege kannst du selbst übernehmen. Gegen wen du antrittst und welche Werte du schlagen musst, klärt erst eine Messung deines lokalen Wettbewerbs.

In deiner Stadt stehen drei Makler im Karten-Kasten über allen normalen Suchergebnissen. Diese drei bekommen die Anrufe, alle anderen teilen sich den Rest.

Ob du in diesem Dreieck stehst, entscheidet vor allem dein Google-Unternehmensprofil. Für Immobilienmakler ist es der wichtigste einzelne Ranking-Faktor in der lokalen Suche: Laut der Whitespark-Studie 2026 machen Profil-Signale rund 32 % des Local-Pack-Rankings aus. Kein anderer Einzelfaktor erreicht diesen Wert.

Für unsere Makler-Website-Studie 2026 haben wir 105 Unternehmensprofile von Maklern vermessen, die in ihren Städten ganz oben stehen. Dieses Playbook zeigt dir, was diese Gewinner messbar anders machen, wie du dein Profil Schritt für Schritt auf ihr Niveau bringst und an welcher Stelle die Pflege endet und die Messarbeit beginnt.

Wie funktioniert das Ranking in Google Maps?

Google sortiert lokale Ergebnisse nach drei Faktoren: Relevanz (wie gut dein Profil zur Suche passt), Entfernung (wie nah dein Standort am Suchenden liegt) und Bekanntheit (wie präsent dein Unternehmen online ist). So beschreibt es Google selbst in seiner Hilfe. Die Entfernung kannst du nicht steuern, und kaufen lässt sich die Position auch nicht. Beeinflussen kannst du also Relevanz und Bekanntheit.

Whitespark gewichtet in der 2026er-Erhebung die Profil-Signale mit rund 32 % und die Bewertungssignale mit weiteren 20 %, zusammen also über die Hälfte des Local-Pack-Rankings, und beides hängt direkt an deinem Profil. Local SEO für Makler beginnt deshalb nicht auf der Website, sondern in diesem einen Google-Konto.

Die Entfernung ist vorgegeben. Ins Maps-Dreieck kommst du nur über Relevanz und Bekanntheit.

Während sich deine Wettbewerber auf ihre Websites konzentrieren, liegt der größte Einzelfaktor also in einem Werkzeug, das nichts kostet und das die meisten Makler nur halb ausfüllen.

Was macht ein Google-Unternehmensprofil für Immobilienmakler messbar erfolgreich?

Die Gewinner-Profile aus unserer Messung von 105 rankenden Maklern teilen ein klares Muster: im Median 4,9 Sterne, 138 Bewertungen (in Großstädten: 266), 24 Fotos und ein kontinuierlicher Takt von rund einer neuen Bewertung pro Monat. Dazu haben 93,3 % „Immobilienmakler" als Primärkategorie gesetzt. An diesen Werten kannst du dich orientieren.

SignalGewinner-Median (unsere Messung, n = 105)Dein Profil heute?
Sterne-Rating4,9 ★___
Anzahl Bewertungen138 (Großstadt: 266)___
Bewertungs-Takt~1 neue pro Monat, dauerhaft___
Fotos24___
Primärkategorie„Immobilienmakler" (93,3 % der Gewinner)___

Füll die dritte Spalte ehrlich aus. Und dann die drei Fragen, an denen sich entscheidet, ob diese Tabelle für dich reicht: Kennst du den Bewertungs-Median der drei Makler, die in deiner Stadt über dir stehen? Weißt du, welche Zusatzkategorien dein Profil aktuell trägt und welche deine Wettbewerber gesetzt haben? In welchem Takt kommen deine Bewertungen tatsächlich rein?

Wenn du bei diesen Fragen passen musst, geht es dir wie den meisten Maklern. Entscheidend ist aber nicht ein Pauschalwert aus einer Tabelle, sondern dein lokaler Wettbewerb. Der Median in Schwabach ist ein anderer als der in Nürnberg.

Dein Ziel ist also, messbar besser zu sein als die drei Profile über dir.

Wie bekommst du systematisch mehr Bewertungen?

Wichtiger als die Menge ist ein regelmäßiger Takt. Die Gewinner sammeln rund eine neue Bewertung pro Monat, und das seit Jahren. Das erreichst du nicht mit einer Sammelaktion an alle Alt-Kunden, sondern mit einem festen Prozess: Nach jedem Abschluss, im Moment der Übergabe, bittest du persönlich um eine Bewertung und schickst direkt den Bewertungslink hinterher. Das machst du nach jedem Abschluss.

Warum der Takt so entscheidend ist, zeigt die Whitespark-Erhebung 2026: 74 % der Nutzer lesen nur die Rezensionen der letzten drei Monate. Deine 40 Bewertungen aus 2023 sind für diese Leser unsichtbar. Ein Profil mit stetigem Takt wirkt dagegen in jedem Quartal aktuell, für Google und für den Eigentümer, der gerade vergleicht. Dazu kommt: 68 % der Nutzer filtern Betriebe unter 4 Sternen von vornherein heraus (Whitespark 2026). Liegst du darunter, bist du beim Vergleich gar nicht mehr dabei.

Der Prozess im Detail:

  1. Der Moment: Direkt nach der Beurkundung oder Schlüsselübergabe fragen, nicht „irgendwann später". Die Zusagequote ist am höchsten, solange der Kunde gerade zufrieden ist.
  2. Der Weg: Direktlink oder QR-Code zum Bewertungsformular. Jeder Klick, den du dem Kunden abnimmst, erhöht die Quote.
  3. Die Erinnerung: Eine freundliche Nachfass-Nachricht nach einer Woche, dann Schluss.
  4. Die Antwort: Auf jede Bewertung reagieren, auch auf kritische, und zwar sachlich und lösungsorientiert. Das lesen künftige Verkäufer mit.

Von einer vermeintlichen Abkürzung raten wir ab: Bewertungen kaufen oder von Freunden faken lassen. Google behält sich bei Richtlinien-Verstößen vor, Profile zu sperren, und ein gesperrtes Profil wirft dich komplett aus der Karte. Dazu klingen gekaufte Rezensionen generisch, und Eigentümer haben ein feines Gespür dafür. Der ehrliche Weg ist langsamer, bringt aber dauerhafte Ergebnisse.

Wie machst du dein Profil Schritt für Schritt vollständig?

Ein vollständiges Profil deckt sechs Bereiche ab: die richtige Primärkategorie, sinnvolle Zusatzkategorien, eingetragene Leistungen, aktuelle Fotos, regelmäßige Beiträge und beantwortete Fragen. Jeder Bereich liefert Google Relevanz-Signale. Angefangen ist jeder in einer Stunde, richtig gepflegt wird er aber nur mit System.

Primärkategorie: „Immobilienmakler". 93,3 % der Gewinner haben genau diese gesetzt, und die Primärkategorie ist laut Whitespark 2026 eines der stärksten Einzelsignale überhaupt. Wer hier „Immobilienunternehmen" oder „Hausverwaltung" stehen hat, verschenkt Ranking auf dem einfachsten Feld. Falls du das Werkzeug noch als Google My Business kennst: Es ist dasselbe unter neuem Namen, gepflegt wird heute direkt in der Google-Suche.

Zusatzkategorien: Hier wird es schwieriger. Zusatzkategorien wie „Immobilienbewerter" oder „Immobilienbüro" können Relevanz für weitere Suchanfragen bringen, die falschen verwässern dein Profil. Welche für dich richtig sind, hängt daran, wofür in deinem Ort tatsächlich gesucht wird und was deine Wettbewerber gesetzt haben. Das beantwortet dir kein allgemeiner Ratgeber, dafür musst du deinen Markt ansehen.

Leistungen und Beschreibung: Trag deine Leistungen einzeln ein (Verkauf, Vermietung, Wertermittlung) und schreib die Beschreibung konkret: Orte, Objektarten, seit wann. Kein „Ihr kompetenter Partner rund um die Immobilie".

Fotos: Die Gewinner haben im Median 24, und zwar echte Team-, Büro- und Objektfotos, keine Stockbilder. Leg regelmäßig neue nach, statt die Galerie nur einmal zu befüllen.

Beiträge und Fragen: Monatlich ein Beitrag (Referenz, Marktzahl, Einblick) signalisiert Aktivität. Und den Fragen-Bereich füllst du am besten selbst: Stell die fünf häufigsten Eigentümer-Fragen und beantworte sie, bevor es ein Fremder unpräzise tut.

Ein vollständiges Profil ist die Voraussetzung. Das Bekanntheits-Signal (der dritte der drei Google-Faktoren) speist sich aber zum großen Teil aus dem, worauf dein Profil zeigt: deiner Website. Ein starkes Profil auf einer schwachen Makler-Website bleibt unter seinen Möglichkeiten. Wie beides zusammenwirkt, schlüsseln wir im großen SEO-Guide für Immobilienmakler komplett auf.

Bringt ein größeres Servicegebiet ein besseres Ranking?

Nein. In den Local-SEO-Tests von Sterling Sky (aktualisiert 2025) zeigte das eingetragene Servicegebiet keinerlei Einfluss auf das Ranking, es wirkt rein visuell. Maßgeblich bleibt der Standort, mit dem dein Profil verifiziert wurde. Wer sein Servicegebiet großzügig über zehn Nachbarorte zieht, ändert an seiner Sichtbarkeit dort nichts.

Das ist einer der teuersten Irrtümer, die wir in Audits sehen: Makler, die monatelang am falschen Regler drehen und sich wundern, warum im Nachbarort nichts passiert. Trag dein Servicegebiet ruhig ehrlich ein, damit Kunden dein Einzugsgebiet sehen. Aber gewinnen wirst du Nachbarorte über einen anderen Weg: eigene Standortseiten auf deiner Website, mit echtem lokalem Inhalt. Diese Arbeit findet auf der Website statt.

Das Servicegebiet hat keinen Einfluss auf das Ranking. Nachbarorte erreichst du über die Website.

Gegen wen trittst du mit deinem Profil an?

Du trittst gegen die drei Profile an, die in deiner Stadt aktuell im Maps-Dreieck stehen, nicht gegen einen Branchendurchschnitt. Alles bis hierher kannst du selbst umsetzen, und das solltest du auch. Der nächste Schritt geht darüber hinaus: Die Profil-Pflege kann jeder Makler übernehmen. Gegen wen genau du antrittst und welche Werte du konkret schlagen musst, lässt sich nur durch eine Messung herausfinden.

Denn dein Ziel ist nicht der Gewinner-Median aus unserer Tabelle. Dein Ziel sind die drei Profile, die in deiner Stadt über dir stehen. Wie viele Bewertungen haben sie, 60 oder 300? In welchem Takt kommen sie? Welche Kategorien und Leistungen haben sie gesetzt, welche Lücken lassen sie offen? Und wie stark ist ihre Website, die ihr Bekanntheits-Signal füttert? Erst aus diesen Antworten entsteht ein Plan mit Reihenfolge: was zuerst, was kann warten, was ist bei deiner Wettbewerbslage überhaupt erreichbar.

Diese Vermessung machen wir für jeden Makler, bevor irgendetwas gebaut wird. Wie das konkret aussieht, kannst du in der Case Study enora aus Schwabach nachlesen. Dort wurde das Profil als erster Baustein aufgebaut, bevor Website und Sichtbarkeit darauf aufsetzten.

Was du jetzt tun kannst

Drei Dinge kannst du diese Woche selbst erledigen: Primärkategorie auf „Immobilienmakler" prüfen, Profil vollständig befüllen (Leistungen, Fotos, Beschreibung), und den Bewertungs-Prozess nach jedem Abschluss fest einplanen. Das kostet nichts außer Konsequenz, und genau darauf bauen auch die Gewinner-Profile auf.

Was danach kommt, ist Messarbeit: der Bewertungs-Median deiner drei Wettbewerber, ihre Kategorien und Lücken, die Stärke ihrer Websites, deine realistische Reihenfolge. Dort setzt unsere Arbeit bei Local SEO für Immobilienmakler an. Wenn du dir das nicht alles selbst zusammensuchen willst, hol dir die kostenlose Potenzial-Analyse. Wir vermessen dein Profil gegen deinen lokalen Wettbewerb und sagen dir konkret, welche Werte du schlagen musst und womit du anfängst. Danach weißt du, was zu tun ist, ob mit uns oder ohne uns.

Stand: August 2026 · Autor: Milan Schuster, EstatePartner

Häufige Fragen

Was kostet das Google-Unternehmensprofil?

Nichts. Anlegen, verifizieren und pflegen ist komplett kostenlos, und ein besseres Ranking lässt sich laut Google auch nicht gegen Bezahlung einfordern. Wer dir „garantierte Maps-Platzierungen" verkaufen will, verspricht etwas, das Google selbst ausschließt. Das Einzige, was das Profil kostet, ist Konsequenz in der Pflege.

Ist Google My Business dasselbe wie das Google-Unternehmensprofil?

Ja. Google hat das Werkzeug umbenannt: Was früher Google My Business hieß, heißt heute Google-Unternehmensprofil. Die separate App wurde eingestellt; verwaltet wird das Profil inzwischen direkt über die Google-Suche und Google Maps. An Bedeutung und Funktionsweise für dein Maps-Ranking hat sich dadurch nichts geändert.

Wie viele Bewertungen brauche ich als Immobilienmakler?

Mehr als deine direkten Wettbewerber, eine feste Zahl gibt es nicht. Zur Orientierung: Die Gewinner unserer Messung liegen im Median bei 138 Bewertungen, in Großstädten bei 266, bei 4,9 Sternen. Wichtiger als die Gesamtzahl ist der Takt von etwa einer neuen Maklerbewertung pro Monat.

Soll ich auf negative Bewertungen antworten?

Ja, und zwar sachlich, konkret und ohne lange Rechtfertigung. Künftige Verkäufer lesen deine Antwort mit und beurteilen daran, wie du mit Konflikten umgehst. Eine souverän beantwortete kritische Bewertung wirkt oft vertrauensbildender als zehn wortlose Fünf-Sterne-Einträge. Antworte auch auf positive Bewertungen, kurz und persönlich statt mit Textbaustein.

Kann ich Bewertungen kaufen, um schneller aufzuholen?

Davon raten wir klar ab. Gekaufte oder gefälschte Bewertungen verstoßen gegen Googles Richtlinien. Im Ernstfall wird das Profil gesperrt, und du verlierst alles auf einmal. Dazu erkennen Eigentümer generische Fake-Texte erstaunlich zuverlässig. Der Prozess „nach jedem Abschluss fragen" bringt dich langsamer, aber dauerhaft nach oben.

Wie schnell wirkt die Profil-Optimierung?

Vollständigkeit und Kategorien greifen erfahrungsgemäß innerhalb weniger Wochen, sobald Google das Profil neu bewertet. Der Bewertungsaufbau ist ein Projekt über Monate und Jahre, deshalb lohnt sich ein früher Start. Eine exakte Zeitschiene hängt an deiner Wettbewerbsdichte; seriös vorhersagen lässt sie sich erst nach einem Blick auf deinen Markt.

Reicht ein starkes Profil auch ohne gute Website?

Auf Dauer nicht. Das Bekanntheits-Signal aus Googles Dreiklang speist sich wesentlich aus deiner Website und dem, was im Netz über dich existiert. Dazu klicken Eigentümer vom Profil direkt auf deine Seite. Landet dieser Klick auf einer schwachen Website, geht die Anfrage dort verloren. Profil und Website gehören deshalb zusammen.

Wozu ist das Servicegebiet dann überhaupt gut?

Für deine Kunden. Es zeigt in Maps und in der Suche, welche Orte du bedienst. Das schafft Klarheit und erspart Anfragen aus Regionen, die du nicht abdeckst. Auf das Ranking wirkt es aber nicht: In Sterling-Sky-Tests (2025) blieb der Einfluss auf die Position bei null. Trag es ehrlich ein, erwarte davon aber keine bessere Position.

MS
Milan Schuster
Gründer von EstatePartner. Baut mit seinem Team SEO-Websites für Immobilienmakler, datenbasiert, auf Basis von 228 vermessenen Gewinner-Seiten.