Illustration: Ratgeber-Artikel in acht Themengruppen, verbunden mit einem goldenen Haus in der Mitte

Blog für Immobilienmakler: Welche Ratgeber-Artikel Eigentümer-Anfragen bringen (mit Themenliste)

Milan Schuster
20.10.2026

Die meisten Makler-Blogs bringen keine Anfragen, weil sie Marktnachrichten, Objekte oder Teamfotos zeigen. Anfragen bringen Artikel, die Eigentümern ihre Fragen vor einem Verkauf beantworten.

Die wichtigsten Themen sind Erbe, Scheidung, Steuern, Ablauf und Kosten des Verkaufs, Wert, Energie und der lokale Markt. Unsere vollständige Themenliste mit 44 Artikeln steht in diesem Artikel.

Fang mit den Themen an, hinter denen ein Verkauf steht, und verlinke jeden Artikel auf deine Seiten für Verkauf und Bewertung.

Der häufigste Fehler sind falsche oder veraltete Werte, etwa bei Steuern oder Fristen. Deshalb gehört jeder Artikel vor der Veröffentlichung fachlich geprüft.

Viele Makler haben einen Blog. Darin stehen Marktnachrichten aus der Zeitung, neue Objekte, ein Foto von der Weihnachtsfeier. Gelesen wird das von wenigen, und ein Eigentümer, der verkaufen will, kommt darüber fast nie.

Eigentümer suchen etwas anderes. Bevor sie einen Makler anrufen, stellen sie Google und immer öfter ChatGPT ihre eigenen Fragen: Muss ich Steuern zahlen, wenn ich das Haus meiner Eltern verkaufe? Was passiert mit der Wohnung bei einer Scheidung? Welche Unterlagen brauche ich? Wer diese Fragen auf seiner Website beantwortet, ist der erste Makler, den der Eigentümer kennenlernt.

Wir schreiben solche Ratgeber für Makler-Websites. In diesem Artikel bekommst du die Themenliste, mit der wir arbeiten, die Reihenfolge, in der du sie angehen solltest, den Aufbau eines guten Artikels und die Fehler, die wir bei jedem Paket vor der Veröffentlichung finden.

Welche Blogartikel bringen Makler Anfragen?

Artikel, die einem Eigentümer eine konkrete Frage vor dem Verkauf beantworten. Am stärksten sind die Anlässe, aus denen ein Verkauf entsteht: ein Erbe, eine Trennung, der Umzug ins Alter, eine Steuerfrist. Wer zu diesen Themen schreibt, erreicht Eigentümer Monate bevor sie einen Makler suchen. Marktnachrichten, Objekte und Teamfotos haben auf der Website ihren Platz, bringen aber kaum Anfragen.

Art von BeitragWer liest ihn?Bringt er Eigentümer-Anfragen?
Marktnachrichten aus der Pressewenige, oft Kollegenselten
Neue ObjekteKäufernein, dafür gibt es die Objektseiten
Team, Events, AuszeichnungenBestandskundenkaum
Tipps für KäuferKäufernein
Ratgeber zu Anlässen wie Erbe, Scheidung, SteuernEigentümer vor dem Verkaufja
Lokale Preise und MarktberichteEigentümer, die ihren Wert wissen wollenja, über die Bewertung

Benenn deinen Blog deshalb am besten nach dem, was er ist: einen Ratgeber für Eigentümer. Das Wort „Blog“ sagt einem Eigentümer nicht, dass er dort Antworten findet.

Welche Themen gehören in einen Makler-Ratgeber?

Wir arbeiten mit 44 Themen in acht Gruppen. Jede Gruppe hat einen Übersichtsartikel und mehrere Einzelartikel, die aufeinander verweisen. Die Liste unten ist die, mit der wir die Ratgeber unserer Kunden aufbauen. Wenn du selbst schreibst, kannst du sie als Plan nehmen. Einträge mit [Ort] schreibst du für deine Stadt.

Verkauf und Kosten

  • Immobilie verkaufen: der Leitfaden
  • Unterlagen-Checkliste für den Verkauf
  • Was kostet der Verkauf?
  • Haus verkaufen in [Ort] · Wohnung verkaufen in [Ort] · Grundstück verkaufen in [Ort] · Mehrfamilienhaus verkaufen in [Ort]
  • Wie lange dauert der Verkauf?
  • Mit oder ohne Makler verkaufen
  • Die 7 teuersten Fehler beim Hausverkauf
  • Diskret verkaufen, ohne Inserat
  • Vermietete Wohnung verkaufen
  • Grundschuld löschen und Übergabeprotokoll
  • Versteckte Mängel und Informationspflichten

Erben

  • Geerbte Immobilie: verkaufen, vermieten oder behalten?
  • Erbengemeinschaft: Haus verkaufen
  • Erbschaftssteuer und Freibeträge
  • Haus geerbt: Ablauf und Fristen
  • Pflichtteil und Immobilie
  • Grundbuch und Unterlagen im Erbfall

Scheidung und andere Lebenslagen

  • Immobilie bei Scheidung
  • Zugewinnausgleich und Haus
  • Teilungsversteigerung vermeiden
  • Verkauf trotz laufendem Kredit
  • Verrentung: Nießbrauch, Wohnrecht und Teilverkauf
  • Verkaufen oder vermieten im Alter

Steuern beim Verkauf

  • Steuern beim Immobilienverkauf
  • Spekulationssteuer und Fristen
  • Steuerfrei verkaufen bei Eigennutzung
  • Schenkung statt Erbe

Wert verstehen

  • Was ist meine Immobilie wert?
  • Verkehrswert und die drei Bewertungsverfahren
  • Bodenrichtwert finden und richtig lesen
  • Online-Bewertung, Makler vor Ort oder Gutachten?
  • Was steigert den Wert vor dem Verkauf?
  • Kaufpreisfaktor erklärt

Energie und Pflichten

  • Energieausweis: Pflicht und Kosten
  • Sanierungspflichten beim Eigentümerwechsel
  • Grundsteuer und Grunderwerbsteuer

Lokaler Markt

  • Immobilienmarkt und Preise in [Ort]
  • Stadtteile und Lagen in [Ort]
  • Immobilienpreise: der Marktbericht

Vermieten (nur, wenn du Vermietung anbietest)

  • Immobilie vermieten: der Leitfaden
  • Wie hoch darf die Miete sein?

Die Bewertung ist dabei das wichtigste Einzelthema. In unserer Makler-Website-Studie 2026 ist sie auf 63,6 % der Makler-Seiten, die vorne stehen, das häufigste Thema.

In welcher Reihenfolge solltest du die Artikel schreiben?

Zuerst die Themen, hinter denen ein Verkauf steht: Erben, Scheidung, Steuern und der Ablauf mit seinen Kosten. Danach Wert, Energie und lokaler Markt. Vermieten kommt zuletzt und nur, wenn du es anbietest. Die Reihenfolge richtet sich nicht danach, wie oft ein Begriff gesucht wird, sondern danach, wie nah der Leser am Verkauf ist.

Ein Beispiel: „Haus geerbt“ wird seltener gesucht als „Immobilienpreise“. Wer aber gerade ein Haus geerbt hat, muss in den nächsten Monaten entscheiden, was damit passiert. Wer nach Preisen sucht, ist oft nur neugierig. Deshalb kommt der Erbe-Artikel zuerst.

Wichtig ist auch, wie die Artikel zusammenhängen. Jeder Einzelartikel verweist auf den Übersichtsartikel seiner Gruppe und auf die passenden Nachbarn: vom geerbten Haus zum Erbschein, zur Erbschaftssteuer und zur Bewertung. Und jeder Artikel führt am Ende auf deine Seiten für den Verkauf und die Bewertung. Ein Ratgeber ohne diese Verbindungen bringt Leser, aber keine Anfragen.

Wie muss ein Ratgeber-Artikel aufgebaut sein, damit Google und KI ihn zeigen?

Die Antwort gehört in die ersten Sätze. Wer nach der Spekulationsfrist sucht, will zuerst lesen, dass sie zehn Jahre beträgt, und danach die Ausnahmen. Google und KI-Suchen wie ChatGPT übernehmen am liebsten Absätze, die eine Frage vollständig und ohne Umweg beantworten. Danach folgen Einzelheiten, Beispiele und die Fragen, die Leser als Nächstes stellen.

Ein guter Ratgeber-Artikel hat diese Teile:

  • Eine Überschrift, die die Frage des Eigentümers wiederholt, zum Beispiel „Muss ich Steuern zahlen, wenn ich ein geerbtes Haus verkaufe?“
  • Eine kurze Antwort direkt darunter in drei bis vier Sätzen.
  • Zwischenüberschriften als Fragen, jede wieder mit der Antwort am Anfang.
  • Echte Werte mit Quelle und Stand, etwa Freibeträge, Fristen oder Steuersätze.
  • Werte aus deinem Bundesland und deinem Ort. Die Grunderwerbsteuer liegt zum Beispiel zwischen 3,5 % in Bayern und 6,5 % etwa in Nordrhein-Westfalen. Ein Artikel mit dem falschen Satz kostet Vertrauen.
  • Ein Rechenbeispiel, wo es um Geld geht.
  • Häufige Fragen am Ende, sechs bis acht Stück.
  • Dein Name und dein Foto als Autor, mit einem Satz zu deiner Erfahrung.
  • Ein Hinweis bei Recht und Steuern, dass der Artikel keine Beratung ersetzt.

Wie KI-Suchen Makler empfehlen und welche Seiten sie dafür lesen, steht in unserem Artikel Wie empfiehlt mich ChatGPT?.

Welche Fehler in Ratgeber-Artikeln kosten Vertrauen?

Falsche Zahlen. Bei unseren Kunden prüfen wir jeden Ratgeber vor der Veröffentlichung nach Steuern, Recht, Energie und Ort. Dabei finden wir in jedem Paket Stellen, die korrigiert werden müssen, auch wenn der Text auf den ersten Blick stimmt. Ein Eigentümer, der einen falschen Freibetrag liest, glaubt dir auch den Rest nicht mehr.

Diese Fehler kommen am häufigsten vor:

  • Veraltete Regeln. Gesetze ändern sich, etwa bei Sanierungspflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz. Texte, die eine KI aus älterem Wissen schreibt, sind oft nicht mehr aktuell.
  • Werte aus dem falschen Bundesland. Grunderwerbsteuer, Gutachterausschuss oder Mietspiegel unterscheiden sich je nach Land und Ort.
  • Ausgedachte Angaben über den Makler. KI-Texte erfinden gern Erfahrungsjahre oder Zertifikate in der Autorenzeile.
  • „Unser Team“ beim Einzelmakler. Wer allein arbeitet, sollte auch so schreiben.
  • Vage Aussagen statt Werte. „Unter Umständen fällt eine Steuer an“ hilft niemandem. „Nach zehn Jahren ist der Verkauf steuerfrei“ schon.
  • Austauschbare Texte. Ein Artikel, in dem nur der Ortsname getauscht wurde, sagt dem Leser nichts über deinen Markt. Google erkennt solche Texte ebenfalls.

Wenn du deinen Ratgeber von Anfang an mit geprüften Werten aufbauen willst, sprechen wir das gern mit dir durch: Buch dir die kostenlose Potenzial-Analyse.

Wie viele Artikel brauchst du, und wie oft solltest du schreiben?

Für einen vollständigen Ratgeber reichen rund 40 Artikel. Ob du sie auf einmal oder nach und nach veröffentlichst, ist weniger wichtig, als dass die Gruppen vollständig sind und aufeinander verweisen. Einzelne Artikel ohne Zusammenhang werden selten gefunden. Ein vollständiges Paket zeigt Google dagegen sofort, dass deine Website zu diesen Fragen etwas zu sagen hat.

Bei einem unserer Kunden aus Baden-Württemberg sind 42 Artikel und die Übersichtsseite an einem Tag online gegangen. Einen Tag später waren alle 43 Seiten bei Google aufgenommen, ganz ohne Antrag. Danach reicht es, die Artikel einmal im Jahr auf neue Werte zu prüfen, etwa Freibeträge, Fristen und lokale Preise.

Wer schreibt Ratgeber-Content für Makler-Websites?

Es gibt drei Wege: Du schreibst selbst, du lässt eine KI schreiben, oder du gibst es an eine Agentur. Selbst schreiben kostet Zeit, die im Tagesgeschäft fehlt. KI-Texte klingen schnell austauschbar und enthalten die Fehler von oben. Allgemeine Texter kennen meist weder das Steuerrecht noch deinen Ort. Entscheidend ist bei jedem Weg, wer die Werte prüft.

EstatePartner ist eine Agentur aus Hamburg, die nur für Immobilienmakler arbeitet und Ratgeber-Inhalte für Makler-Websites schreibt, zu Erbe, Scheidung, Steuern, Verkauf, Wert, Energie und lokalem Markt. Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung nach Steuern, Recht, Energie und Ort geprüft, trägt den Namen des Maklers als Autor und wird in seine Website eingebaut, verbunden mit seinen Seiten für Verkauf und Bewertung. Wie das im Einzelnen abläuft, steht auf unserer Seite Ratgeber und Standortseiten für Makler.

Was du jetzt tun kannst

Drei Dinge kannst du heute selbst anfangen. Schreib die Fragen auf, die Eigentümer dir in deinen letzten zehn Erstgesprächen gestellt haben. Prüf, welche davon auf deiner Website schon beantwortet sind. Und fang mit dem Thema Erbe an, denn dort ist der Weg zum Verkauf am kürzesten.

Für einen vollständigen Ratgeber braucht es mehr: 40 Themen mit sauberer Reihenfolge, geprüfte Werte für dein Bundesland, Zahlen aus deinem Ort, eine Autorenzeile mit deinem Namen, Verweise zwischen den Artikeln und auf deine Seiten für Verkauf und Bewertung. Dazu kommt eine Website, die das alles sauber darstellt, und eine Messung, welche Artikel zu Anfragen führen.

Diese Arbeit übernehmen wir für dich: Buch dir die kostenlose Potenzial-Analyse. Wir schauen uns an, welche Fragen Eigentümer in deinem Ort stellen, welche davon deine Wettbewerber schon beantworten und wo dein Ratgeber anfangen sollte.

Stand: Oktober 2026 · Autor: Milan Schuster, EstatePartner

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Blog für Immobilienmakler?

Ja, wenn er Eigentümern ihre Fragen vor dem Verkauf beantwortet. Ein Blog mit Marktnachrichten, Objekten und Teamfotos bringt dagegen kaum Anfragen. Entscheidend sind Anlass-Themen wie Erbe, Scheidung und Steuern, echte Werte aus deinem Bundesland und Verweise auf deine Seiten für Verkauf und Bewertung. Ohne diese Verbindung lesen Eigentümer den Artikel und gehen wieder.

Wie oft sollte ein Makler bloggen?

Wichtiger als ein fester Takt ist, dass die Themen vollständig sind. Rund 40 Artikel decken die Fragen ab, die Eigentümer vor einem Verkauf stellen. Danach reicht es, sie einmal im Jahr auf neue Werte zu prüfen und neue Fragen aus deinen Gesprächen zu ergänzen. Ein Artikel pro Monat ohne Plan bringt weniger als ein vollständiger Ratgeber.

Darf ich Blogartikel mit KI schreiben?

Ja, als Entwurf. Du bleibst aber für jede Angabe verantwortlich. Prüf alle Werte, Fristen und Steuersätze gegen eine aktuelle Quelle und lösch alles, was die KI über dich erfunden hat, etwa Erfahrungsjahre oder Zertifikate. Wofür KI im Maklerbüro gut taugt, steht in unserem Artikel KI für Immobilienmakler.

Wie lang sollte ein Ratgeber-Artikel sein?

So lang, wie die Frage es braucht. Schau dir die drei Artikel an, die bei Google zu deinem Thema vorne stehen, und miss ihre Länge und ihre Zwischenüberschriften. Bei Steuern und Erbe sind das oft 1.500 bis 2.500 Wörter, bei einfachen Fragen deutlich weniger. Wichtiger als die Länge ist, dass die Antwort gleich am Anfang steht.

Brauche ich einen Ratgeber, wenn ich bei Instagram und Facebook aktiv bin?

Ja, denn beides erfüllt eine andere Aufgabe. Social Media zeigt dich Menschen, die gerade nicht suchen. Ein Ratgeber wird gefunden, wenn ein Eigentümer eine konkrete Frage hat. Beides lässt sich gut verbinden: Ein Beitrag bei Instagram kann auf den passenden Artikel verweisen, und der Artikel führt weiter zur Bewertung.

Soll ich meinen Blog „Blog“ oder „Ratgeber“ nennen?

„Ratgeber“ ist für Eigentümer klarer. Das Wort sagt, dass sie dort Antworten auf ihre Fragen finden. Unter „Blog“ erwarten viele eher Neuigkeiten aus dem Büro. Wichtiger als der Name ist aber, dass der Ratgeber im Menü gut sichtbar ist und die Themen nach Anlässen geordnet sind, etwa Erbe, Scheidung, Steuern und Verkauf.

MS
Milan Schuster
Gründer von EstatePartner. Baut mit seinem Team SEO-Websites für Immobilienmakler, datenbasiert, auf Basis von 228 vermessenen Gewinner-Seiten.