
Google Ads lohnen sich für Makler nur dort, wo Eigentümer im Ort monatlich nach „Immobilie verkaufen“ oder „Immobilienbewertung“ suchen — ohne Suchvolumen gibt es keine Klicks, egal wie gut die Kampagne ist.
Als deutsche Orientierung nennt das IVD-Bildungsinstitut (2025) 8 bis 12 € je Klick auf „Immobilienbewertung" in Berlin und im Schnitt 8,03 € je Klick, 14,83 % Conversion und 54,17 € je Eigentümer-Lead — deinen Wert misst du nur in deinem Ort.
Die Anzeige liefert den Klick, die Seite dahinter die Anfrage: Bei gleichem Budget und gleichem Klickpreis entscheidet allein die Conversion-Rate der Zielseite, ob eine Anfrage im Rechenbeispiel 53 € oder 160 € kostet.
Für ein Einzelbüro funktioniert eine Suchkampagne mit Eigentümer-Keywords, engem Radius, Ausschlussliste und Conversion-Tracking — Performance Max und Display kommen erst infrage, wenn Daten vorliegen.
Google Ads sind gemietete Reichweite: Rund 91 % der Sichtbarkeit im Maklermarkt entfällt auf eigene Websites — Ads beschleunigen, ersetzen das Fundament aber nie.
„Zwei- bis dreitausend im Monat nur Werbebudget — da verbrennt man erstmal nur Kohle." Der Satz stammt von einem Großstadt-Makler, mit dem wir gesprochen haben. Er hatte es so probiert, wie es die meisten probieren: Konto angelegt, Keywords eingetippt, Budget freigegeben. Klicks kamen. Anfragen nicht.
Das ist kein Einzelfall und kein Versagen. Google Ads für Immobilienmakler — bezahlte Suchanzeigen, kurz SEA — sind das am schnellsten wirkende Werkzeug in der Akquise — und das, mit dem sich am schnellsten Geld verbrennen lässt. Der Grund liegt selten in der Anzeige, sondern eine Ebene tiefer: in der Seite, auf der der Klick landet, und in der Frage, ob in deinem Ort überhaupt jemand sucht.
Wir haben 228 rankende Makler-Seiten in 50 Städten vermessen und sehen in unseren Audits immer dasselbe Muster: Die Anzeige liefert den Klick. Ob daraus eine Anfrage wird, entscheidet die Seite dahinter.
Dieser Guide zeigt dir, für wen sich Google Ads als Makler lohnen, was ein Klick kostet, wie die Kampagne aussieht — und welche vier Zahlen du kennen musst, bevor du den ersten Euro freigibst.
Sie lohnen sich für Makler, in deren Einzugsgebiet Eigentümer monatlich nach „Immobilie verkaufen", „Immobilienbewertung" oder „Immobilienmakler" plus Ort suchen — und die eine Seite haben, die diese Suchenden in Anfragen verwandelt. Sie lohnen sich nicht, wenn das Suchvolumen im Ort zu klein ist, die Website nicht überzeugt oder das Budget unter der Schwelle liegt, ab der Ergebnisse überhaupt etwas aussagen.
Suchanzeigen erzeugen keine Nachfrage, sie fangen sie ab. Suchen in deinem Ort 20 Menschen im Monat nach „Haus verkaufen", bekommst du mit der perfekten Kampagne höchstens 20 Klicks. Auf dem Land heißt das: Radius über die Nachbarorte ziehen und ehrlich rechnen, ob die Summe reicht — sonst ist Meta-Werbung der bessere Beschleuniger. In der Großstadt kippt das Bild: Suchvolumen ist da, aber du bietest gegen Portale, Ketten und Dutzende Kollegen — ein Makler nannte uns 650 Wettbewerber in seiner Stadt. Der Vorsprung entsteht dort auf der Seite.
Das Suchvolumen findest du im Keyword-Planer — wenn du weißt, welche Suchbegriffe Verkaufsabsicht tragen und welche von Käufern oder Mietern stammen. Die Conversion-Rate deiner Zielseite kennen die wenigsten Makler, mit denen wir sprechen.
Ohne Suchen keine Klicks. Ohne überzeugende Seite keine Anfragen. Google Ads verstärken, was da ist — in beide Richtungen.
Im Überblick über die 12 Wege zu Eigentümer-Leads sind Google Ads Weg 7 — der schnellste, nicht der günstigste.
Der Klickpreis entsteht je Ort in der Auktion — einen festen Wert gibt es nicht. Als deutsche Orientierung: Das IVD-Bildungsinstitut nennt für Berlin 2025 8 bis 12 € je Klick auf „Immobilienbewertung" und über alle Kampagnen 8,03 € je Klick, 14,83 % Conversion, 54,17 € je Eigentümer-Lead (2025). Dein Budget folgt daraus rückwärts: Ziel-Anfragen im Monat × Kosten je Anfrage.
Wichtiger als der Klickpreis ist der Rechenweg, denn er zeigt, wo der Hebel liegt:
Budget ÷ Klickpreis = Klicks · Klicks × Conversion-Rate = Anfragen · Budget ÷ Anfragen = Kosten je Anfrage.
Ein Rechenbeispiel mit den IVD-Werten als Annahme, keine eigenen Messwerte: 1.000 € Monatsbudget, 8 € je Klick und 15 % Formular-Conversion. Das ergibt 125 Klicks, etwa 19 Anfragen, rund 53 € je Anfrage. Dieselbe Rechnung mit einer Seite, die nur 5 % konvertiert: 6 Anfragen, rund 160 € je Anfrage. Gleiches Budget, gleicher Klickpreis, dreifacher Preis pro Kontakt — allein durch die Seite. Die 15 % sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Landingpage mit genau einem Ziel.
Daraus folgt das Mindestbudget: Wer fünf Anfragen im Monat will und nach dem Rechenbeispiel 53 bis 160 € je Anfrage zahlt, braucht rund 270 bis 800 € Klickbudget — Annahmen, keine Messwerte. Ein Erfahrungswert aus unseren Kundengesprächen, kein Messwert: Unter 500 € im Monat entsteht keine belastbare Aussage, weil zu wenige Klicks zusammenkommen. Als Testzeitraum haben sich in unseren Projekten drei Monate bewährt — wenn Seite und Tracking vorher standen. Betreuung und Reaktionszeit stehen nicht im Werbekonto, gehören aber in die Rechnung: Eine Anfrage, die nach zwei Tagen beantwortet wird, ist keine mehr.
Weil die Anzeige nur den Klick verkauft, die Zielseite aber die Anfrage. Ein Klick auf eine Seite, die nicht überzeugt, kostet genauso viel wie ein Klick auf eine Seite, die konvertiert — nur ohne Ergebnis. Google Ads auf eine schwache Website sind deshalb der teuerste Fehler, den wir im Makler-Marketing sehen: Du zahlst dafür, dass Eigentümer deine Seite nach Sekunden wieder verlassen.
Ein Makler beschrieb uns seine Agentur-Website so: „nur Suchkunden, gar kein Eigentümer." Darauf Budget zu schalten, kauft Besucher für ein Angebot, das sie nicht suchen. Die Zielseite braucht fünf Dinge:
Die Voraussetzung unter der Voraussetzung: Ob deine Seite Anzeigen verträgt, weißt du nur mit ihrer heutigen Conversion-Rate — und dafür brauchst du Tracking. Auf die Frage „Wie trackt ihr, woher die Leads kommen?" antwortete uns ein Makler ehrlich: „Gar nicht. Rein aus Gefühl." Eine Makler-Website, die Eigentümer-Anfragen bringt, ist darum keine Alternative zu Google Ads — sie ist die Bedingung dafür, dass sie sich rechnen können.
Erst die Seite, dann das Budget. Wer die Reihenfolge umdreht, bezahlt Google für den Beweis, dass seine Website nicht funktioniert.
Mit einer Suchkampagne, die ausschließlich auf Eigentümer-Absicht zielt: Keywords aus „verkaufen", „bewerten" und „Makler" plus Ort, ein enger Standort-Radius, eine Liste auszuschließender Begriffe, Anzeigen mit Standort-, Anruf- und Sitelink-Assets — und Conversion-Tracking vom ersten Tag an. Automatische Kampagnentypen kommen erst infrage, wenn genug Conversion-Daten vorliegen, um sie zu steuern.
Zu Performance Max, ehrlich eingeordnet: Der Typ bündelt laut Google-Hilfe alle Google-Kanäle von Suche bis YouTube in einer Kampagne und überlässt die Aussteuerung Googles KI. Für ein Einzelbüro mit einer Handvoll Anfragen im Monat ist das schwer steuerbar: kaum Einblick in die Suchbegriffe, Budget im Display-Netzwerk, zu wenig Daten zum Lernen. Erst Suche, dann — wenn überhaupt — Performance Max.
Für ein Einzelbüro trägt die Suchkampagne mit Eigentümer-Keywords die Hauptlast; ein Brand-Schutz auf den eigenen Namen kostet fast nichts und sichert Empfehlungen ab; Remarketing lohnt sich erst ab spürbarem Website-Traffic; Performance Max und Display brauchen Conversion-Daten und Budget, die ein Einzelbüro selten hat.
| Kampagnentyp | Ziel | Budgetlogik | Voraussetzung | Eignung Einzelbüro |
|---|---|---|---|---|
| Suche, Eigentümer-Absicht | Anfragen von Verkäufern, die jetzt suchen | pro Klick; folgt dem Suchvolumen | Landingpage, Conversion-Tracking, Ausschlussliste | hoch — der Kern |
| Brand-Schutz (eigener Name) | Empfehlungs-Suchen nicht an Wettbewerber verlieren | sehr klein | eigener Name wird gesucht | hoch — sobald Empfehlungen laufen |
| Remarketing (Display an Besucher) | Besucher zurückholen, die nicht angefragt haben | klein, pro Einblendung | Traffic, Segmente aus eigenen Daten, Cookie-Einwilligung | mittel — erst ab regelmäßigem Traffic |
| Performance Max | Conversions über alle Google-Kanäle | Google verteilt selbst | viele Conversions als Lernbasis, Assets in allen Formaten | niedrig — schwer steuerbar |
| Display (kalt) | Reichweite und Bekanntheit | pro Einblendung, hoher Streuverlust | Kreativ-Assets | niedrig — kaum Anfragen |
Vier Zahlen entscheiden, ob deine Kampagne investiert oder verbrennt: der Klickpreis, die Conversion-Rate der Zielseite, die Kosten je Anfrage und die Quote von Anfragen zu Terminen. Die ersten drei liefert das Werbekonto mit sauberem Tracking. Die vierte liefert nur dein CRM — und sie ist die einzige, die sagt, ob die anderen drei etwas wert waren.
Bevor du Budget freigibst, prüf dich selbst: Weißt du, wie viele Eigentümer in deinem Ort monatlich nach „Immobilie verkaufen" suchen? Was deine Landingpage aktuell konvertiert — in Prozent, nicht im Gefühl? Was dich eine Anfrage heute kostet? Wenn du bei zwei Fragen passen musst, bist du in der Mehrheit der Makler, mit denen wir sprechen — und deine Entscheidung für oder gegen Google Ads fällt ohne die Zahlen, an denen sie hängt.
Und die ehrliche Einordnung: Google-Werbung ist gemietete Reichweite wie gekaufte Immobilien-Leads — nur exklusiv statt geteilt. Sie hört auf zu wirken, sobald du aufhörst zu zahlen. Unsere Messung von 228 rankenden Makler-Seiten zeigt, wo die Sichtbarkeit im Maklermarkt liegt: rund 91 % auf eigenen Websites, etwa 7 % auf Verzeichnissen und Portalen. Anzeigen beschleunigen die Zeit, bis das eigene Fundament aus lokalem SEO für Makler trägt — sie ersetzen es nie. Meta-Werbung bekommt einen eigenen Artikel.
Google Ads sind Miete. Sie lohnen sich, wenn du weißt, was du für die Miete bekommst — und wenn nebenan das Eigentum entsteht.
Drei Dinge kannst du diese Woche erledigen: Prüfe im Keyword-Planer das Suchvolumen für „Haus verkaufen", „Immobilienbewertung" und „Immobilienmakler" plus deine Orte — dann weißt du, ob Google Ads für dich ein Kanal sind. Schreibe deine Ausschlussliste, bevor du eine Kampagne anlegst. Und richte Conversion-Tracking für Formular und Telefonnummer ein — auch ohne Anzeigen zeigt es dir, was deine Seite heute konvertiert. Nichts davon halten wir geheim.
Ob sich Anzeigen rechnen, hängt an Zahlen, die im Werbekonto nicht stehen — Suchvolumen deines Orts, Conversion-Rate deiner Seite, Kette von Anfrage zu Termin. Das sind Messaufgaben.
Genau diese Messung nehmen wir dir ab: Buch dir die kostenlose Potenzial-Analyse für deinen Standort. Du erfährst, wie viel in deinem Ort gesucht wird, was deine Seite heute aus einem Klick macht und in welcher Reihenfolge sich der Aufbau lohnt — ob mit uns oder ohne uns. Und wenn wir dir nicht helfen können, sagen wir dir auch das.
Stand: September 2026 · Autor: Milan Schuster, EstatePartner
Was kosten Google Ads für Immobilienmakler im Monat?
Das Klickbudget bestimmst du selbst; sinnvoll ist es erst, wenn genug Klicks für eine belastbare Conversion-Rate zusammenkommen. Als Erfahrungswert aus unseren Kundengesprächen, kein Messwert: unter 500 € im Monat keine aussagekräftigen Ergebnisse. Dazu kommen Betreuung und Zielseite. Rechne rückwärts: gewünschte Anfragen × Kosten je Anfrage ergibt dein Mindestbudget — die Kosten je Anfrage kennst du nach etwa drei Monaten Test.
Google Ads oder SEO für Makler — was zuerst?
Die Seite zuerst, denn beide Wege enden auf ihr. Google Ads bringen Besucher in Tagen, lokales SEO in Monaten — aber die Anzeige hört auf zu wirken, sobald du nicht mehr zahlst, das Ranking arbeitet weiter. Sinnvolle Reihenfolge: Zielseite bauen, Tracking einrichten, dann Anzeigen als Beschleuniger, während die organische Sichtbarkeit wächst.
Funktionieren Google Ads für Makler auf dem Land?
Nur, wenn im Einzugsgebiet genug gesucht wird — Suchanzeigen erzeugen keine Nachfrage, sie fangen sie ab. Prüfe das Suchvolumen für „Haus verkaufen" und „Immobilienbewertung" plus deine Orte im Keyword-Planer. Liegt die Summe im niedrigen zweistelligen Bereich, bleibt die Kampagne klein; dann sind Meta-Werbung, Empfehlungen und Tippgeber oft die stärkeren Beschleuniger.
Ist Performance Max für Immobilienmakler sinnvoll?
Für ein Einzelbüro selten. Performance Max steuert über Googles KI alle Kanäle gleichzeitig und braucht dafür viele Conversions als Lernbasis. Mit einer Handvoll Anfragen im Monat fehlen die Daten, ein Teil des Budgets läuft ins Display-Netzwerk, und du siehst kaum, welche Suchbegriffe Geld gekostet haben. Erst eine Suchkampagne mit sauberen Daten — Performance Max höchstens später.
Google Ads oder Meta-Werbung für Immobilienmakler?
Beides erreicht andere Menschen. Suchanzeigen treffen Eigentümer, die gerade aktiv nach Verkauf oder Bewertung suchen — wenige, aber mit Absicht. Meta-Werbung erreicht Eigentümer, die noch nicht suchen, über ein Bewertungsangebot — mehr Kontakte, früher im Prozess, mehr Nachfass-Arbeit. In kleinen Märkten ohne Suchvolumen ist Meta oft der einzige Beschleuniger; bei Nachfrage beginnt man mit der Suche.
Reicht die Startseite als Zielseite für Google Ads?
In der Regel nicht. Die Startseite hat viele Aufgaben — Objekte, Team, Käufer, Verkäufer — und lenkt vom einen Ziel ab, für das du bezahlt hast. Eine Zielseite mit einem Angebot, kurzem Formular, sichtbaren Bewertungen und schneller Ladezeit macht aus Klicks deutlich mehr Anfragen. Ihr Aufwand ist klein gegen das Budget, das eine Startseite verbrennt.