Illustration: drei Bausteinstapel wachsen zu einem Website-Layout mit Haus

Immobilienmakler-Website erstellen 2026: drei Wege, echte Kosten und die Frage, die vorher zu klären ist

Milan Schuster
04.11.2026

In unserer Messung von 228 rankenden Makler-Seiten sind 95,6 % Leistungsseiten mit kommerziellem Intent, im Median 1.384 Wörter lang, mit rund 40 Ortsnennungen und 23 internen Links. Die meisten Makler-Websites erfüllen keinen dieser Werte.

Es gibt drei Wege, eine Immobilienmakler-Website zu erstellen: Baukasten, Freelancer oder Agentur, System-Ansatz. Sie unterscheiden sich weniger im Preis als in der Frage, ob jemand deinen Ort vermessen hat.

Billig gegen teuer ist die falsche Achse: Ein einziger zusätzlicher Alleinauftrag (Rechenbeispiel 400.000 € × 3 % = 12.000 €) verschiebt jede Kostenrechnung, und erste Platzierungen bei Google kommen oft nach wenigen Wochen, Anfragen in den ersten zwei Monaten.

Die BAFA bezuschusst die Strategieberatung vor dem Bau mit 50 % bis 1.750 € (alte Länder) bzw. 80 % bis 2.800 € (neue Länder) je Beratung, nicht den Website-Bau selbst.

Sechs Fragen müssen vor dem Bau beantwortet sein (Suchvolumen, Wettbewerber-Wortzahl, Orte, Ziel-Formular, Objekt-Einbindung, Messung). Ohne diese Antworten fehlt dem Bau die Grundlage, egal auf welchem Weg.

Neun Monate nach dem Launch sagt ein Makler in unserem Gespräch den Satz, den wir in fast jedem Erstgespräch hören: „De facto habe ich noch nichts gewonnen über die Homepage." Die Seite ist gebaut, bezahlt und online, und sie sieht gut aus. Trotzdem kam darüber kein einziger Eigentümer.

Das ist kein Einzelfall, und es ist nicht deine Schuld. Wer eine Immobilienmakler-Website erstellen lässt, bekommt fast immer eine Gestaltungsleistung: Farben, Fotos, Seitenstruktur nach Geschmack. Was er nicht bekommt, ist die Antwort auf die Frage, die über Anfragen entscheidet: Was steht auf den Seiten, die in seinem Ort heute vorn liegen, und warum?

Das haben wir in unserer Makler-Website-Studie 2026 gemessen: 228 rankende Makler-Seiten in 50 Städten. 95,6 % davon sind Leistungsseiten mit kommerziellem Intent, keine Bildergalerien, keine Blogs. Dieser Artikel zeigt dir die drei Wege, deine Makler-Website zu erstellen, was den Preis auf jedem Weg treibt, und die sechs Fragen, die vor dem ersten Euro beantwortet sein müssen.

Vorweg: Der gewählte Weg entscheidet weniger, als die Anbieter behaupten. Wichtiger ist, ob vor dem Bau gemessen wird. Wie wir so eine Website bauen, steht auf unserer Seite Website für Immobilienmakler.

Warum bringen die meisten Makler-Websites keine Eigentümer?

Weil sie für den Betrachter gebaut wurden, nicht für die Suche. In unserer Messung von 228 rankenden Makler-Seiten sind 95,6 % Leistungsseiten mit kommerziellem Intent, im Median 1.384 Wörter lang, mit rund 40 Ortsnennungen und 23 internen Links. Sie laden in 1,5 Sekunden ohne Layout-Sprünge. Die typische Immobilienmakler-Homepage erfüllt keinen dieser Werte und landet deshalb auf Plätzen, die kaum noch jemand anklickt.

Ein Makler aus unseren Gesprächen lag auf Platz 22 für „Immobilienmakler" plus seine Stadt und sagte selbst: Alles unterhalb der ersten sieben ist die Null. Er hatte eine funktionierende Website, aber keinen Wert der Gewinner-DNA erreicht, weil vor dem Bau niemand gemessen hatte, was im Ort vorn steht. Eine Startseite mit 400 Wörtern hat gegen Wettbewerber mit 1.400 Wörtern kaum eine Chance.

Ob eine Makler-Website gefunden wird, hängt weniger an der Gestaltung als an den Werten, die im Ort gemessen wurden.

Welche drei Wege gibt es, eine Immobilienmakler-Website zu erstellen?

Drei Wege stehen dir offen: der Homepage-Baukasten, den du selbst befüllst; der Freelancer oder die Agentur, die gestaltet und programmiert; und der System-Ansatz, bei dem Website, Standortstrategie, Online-Bewertung und Google-Unternehmensprofil als eine Einheit gebaut werden. Die Wege unterscheiden sich in Kosten-Charakter, Tempo, Pflege und Eignung, vor allem aber darin, ob vor dem Bau jemand deinen Ort vermessen hat.

Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)Freelancer / AgenturSystem-Ansatz (Website, Standortstrategie, Online-Bewertung, Google-Profil)
Kosten-Charaktermonatliches Abo laut Anbieter-Preisliste, plus deine ArbeitszeitEinmalpreis; Preistreiber: Seitenzahl, individuelle Texte, Technik, Fotos; Änderungen nach AufwandAufbau plus laufende Betreuung; der Preis folgt der Messung des Orts, nicht dem Geschmack
Zeit bis liveTageWochen bis Monate (in einem Fall aus unseren Gesprächen ein Jahr)Wochen für den Bau; erste Platzierungen oft nach wenigen Wochen, erste Anfragen meist in den ersten zwei Monaten
Wer pflegtdu selbst, dauerhaftdu oder die Agentur nach Aufwand; Texte bleiben meist deine Aufgabeder Anbieter, entlang der gemessenen Werte und der Anfragen pro Kanal
Ortsstrategiekeine, du schätzt selbstselten; meist Bauchgefühlvermessen: welche Orte, welche Wortzahl, welche Themen
EignungVisitenkarte ja, Akquise seltenVisitenkarte ja, Akquise ungewissfür Akquise gebaut; als Visitenkarte überdimensioniert

Die Zeile „Ortsstrategie" ist die einzige, die über Eigentümer-Anfragen entscheidet, und sie ist bei zwei von drei Wegen leer. „Wer pflegt" wird beim Kauf fast nie gefragt und ist nach dem Launch die teuerste Zeile.

Wie erstellst du eine Makler-Website Schritt für Schritt?

Egal, welchen der drei Wege du wählst: Die Reihenfolge ist immer dieselbe. Wer mit Farben und Vorlagen anfängt, baut meist zweimal. Diese sieben Schritte führen dich von der Domain bis zur ersten Anfrage.

  1. Domain sichern, auf deinen Namen. Am besten Firmenname oder Name plus Ort, etwa „mueller-immobilien-[ort].de“. Domain und Hosting müssen auf dich laufen, nicht auf eine Agentur.
  2. Deinen Ort vermessen. Wie oft wird in deinem Ort nach einem Makler gesucht, welche Seiten stehen vorn, und für welche Nachbarorte lohnt sich eine eigene Seite? Daraus ergibt sich, wie viele Seiten du brauchst.
  3. Seiten planen. Startseite, Verkauf, Immobilienbewertung, Über uns, Objekte, Kontakt, dazu Seiten für die Orte mit echter Nachfrage. Die Liste der Bausteine steht im nächsten Abschnitt.
  4. Den Weg wählen. Baukasten, Agentur oder System, nach der Tabelle oben. Entscheidend ist, ob der Weg die Seiten aus Schritt 3 tragen kann.
  5. Texte und Fotos. Texte, die deinen Ort nennen, und echte Fotos von dir und deinem Team. Wie gute Texte aussehen, zeigt der Abschnitt weiter unten.
  6. Objekte anbinden und Pflichtangaben einbauen. Deine Objekte kommen am besten automatisch aus deiner Maklersoftware (mehr dazu gleich). Dazu Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner.
  7. Veröffentlichen und messen. Google-Unternehmensprofil mit der Website verknüpfen, die Seite in der Google Search Console anmelden und festlegen, wie du jede Anfrage ihrer Quelle zuordnest. Danach auf dem Handy und mit einer Ladezeit-Messung prüfen.

Schritt 2 ist der, den fast alle überspringen. Wenn du ihn nicht selbst machen willst: In der kostenlosen Potenzial-Analyse messen wir deinen Ort für dich.

Was braucht eine Makler-Website mindestens?

Acht Bausteine tauchen auf rankenden Seiten immer wieder auf: eine Startseite mit Ortsstrategie, Leistungsseiten für Verkauf und Bewertung, Standortseiten nur für Orte mit echter Nachfrage, eine Online-Bewertung, Objekte ohne iFrame-Falle, vollständige Pflichtangaben, eine Ladezeit im grünen Bereich und strukturierte Daten. Zu jedem Baustein gehört eine Messfrage. Sie bestimmt, ob er tatsächlich wirkt.

  1. Startseite mit Ortsstrategie. Die Gewinner nennen ihren Ort im Median rund 40-mal. Messfrage: Welche Wortzahl braucht deine Startseite in deiner Stadtgröße? Die Werte je Stadtgröße stehen im SEO-Guide für Immobilienmakler.
  2. Leistungsseiten Verkauf und Bewertung. 63,6 % der Gewinner haben Immobilienbewertung als Top-Thema. Messfrage: Welche Themen suchen Eigentümer in deiner Stadt?
  3. Standortseiten nur für Orte mit Nachfrage. Ein Makler aus unseren Gesprächen baute 29 Standortseiten ohne Traffic. Messfrage: Für welche Nachbarorte gibt es Suchvolumen?
  4. Online-Bewertung. „Was ist meine Immobilie wert?" ist der natürlichste Einstieg des Eigentümers; das Zusammenspiel mit den anderen Kanälen zeigt der Überblick über Eigentümer-Leads aus eigenen Kanälen. Messfrage: Welches Formular ist dein Ziel?
  5. Objekte ohne iFrame-Falle. Viele CRM-Systeme liefern Objekte als iFrame; der Inhalt liegt dann auf fremder Domain, deine Seite bleibt für Google leer. Ein Makler stellte fest, dass seine Objekt-Klicks auf ein Portal einzahlten.
  6. Pflichtangaben. Impressum nach § 5 DDG, für Makler zusätzlich Aufsichtsbehörde und Erlaubnis nach § 34c GewO (§ 2 DL-InfoV), Datenschutzerklärung und seit dem 19. Juni 2026 der Widerrufsbutton bei Online-Vertragsschluss (Haufe, 2026). In Objektanzeigen gehören außerdem die Angaben aus dem Energieausweis dazu, etwa Energiekennwert und Energieträger (§ 87 GEG). Keine Rechtsberatung: Lass die Texte prüfen.
  7. Ladezeit und Handy-Ansicht. Google nennt als guten Wert für den Largest Contentful Paint 2,5 Sekunden oder weniger (web.dev, Google); die Gewinner liegen bei 1,5 Sekunden. Prüf deine Seite außerdem auf dem Handy: Viele Eigentümer sehen sie dort zuerst, oft direkt nach der Suche bei Google.
  8. Strukturierte Daten. Nur 7,9 % der Gewinner nutzen sie. Damit sind sie derzeit der günstigste Vorsprung.

Dazu kommt das Google-Unternehmensprofil als zweite Hälfte der Sichtbarkeit, denn die Website allein trägt die lokale Suche nicht. Wie das bei echten Makler-Websites aussieht, zeigen wir an acht Beispielen im Artikel Die besten Makler-Websites 2026.

Damit die Website bei Google für deinen Ort vorne steht, braucht sie mehr als gute Texte. Was dazugehört, steht auf unserer Seite SEO-Agentur für Immobilienmakler.

Wie kommen deine Objekte automatisch auf die Website?

Über eine Schnittstelle zu deiner Maklersoftware. Der übliche Standard dafür heißt OpenImmo: Deine Software schickt die Objekte mit Fotos, Preis und Energiedaten in einem festen Format, und die Website liest sie ein. Du pflegst ein Objekt dann nur noch einmal, und es steht kurz danach auch auf deiner Seite.

Achte dabei auf zwei Punkte:

  • Echter Inhalt statt iFrame. Die Objekte sollten als eigene Seiten auf deiner Domain stehen. Ein eingebettetes Fenster (iFrame) zeigt sie zwar an, für Google gehören sie dann aber zu einer fremden Seite.
  • Die Kosten der Anbindung. Bei Baukästen und vielen Agenturen kostet die Schnittstelle extra: ein kostenpflichtiges Plugin, eine Einrichtung nach Aufwand oder eine monatliche Gebühr. Frag vorher nach dem Gesamtpreis mit Anbindung.

Bei EstatePartner ist die Anbindung an deine Maklersoftware Teil der Website und kostet nichts extra. Neue Objekte erscheinen automatisch als eigene Seiten auf deiner Domain, verkaufte zeigen wir als Referenz. Mehr dazu auf der Seite Website für Immobilienmakler.

Welcher Homepage-Baukasten eignet sich für Immobilienmakler?

Den einen besten Baukasten gibt es nicht. Allgemeine Baukästen wie Wix oder Jimdo, WordPress oder die Website-Module mancher Maklersoftware unterscheiden sich vor allem in den Punkten, die für Makler wichtig sind. Prüf jeden Baukasten mit diesen Fragen, bevor du ein Abo abschließt:

FrageWarum sie wichtig ist
Kann ich meine Objekte automatisch einlesen, und was kostet das?sonst pflegst du jedes Objekt doppelt
Stehen die Objekte als eigene Seiten auf meiner Domain?nur dann zählen sie bei Google für dich
Kann ich beliebig viele Seiten für Orte und Leistungen anlegen?Ortsseiten bringen die meisten Eigentümer-Anfragen
Wie schnell lädt die Seite auf dem Handy?Google empfiehlt 2,5 Sekunden oder weniger
Kann ich mit allen Inhalten umziehen?sonst hängst du am Anbieter, wenn du wechseln willst
Was kostet es im Jahr mit allen Zusatzmodulen?Formulare, Schnittstelle und Domain kosten oft extra

Für eine Visitenkarte reicht fast jeder Baukasten. Soll die Website Eigentümer bringen, scheitern die meisten an Frage 1 und Frage 3.

Welche Texte braucht eine Makler-Website?

Texte, die einem Eigentümer aus deinem Ort in wenigen Sekunden zeigen, dass er bei dir richtig ist: wer du bist, wo du verkaufst, was du für Verkäufer tust und was er als Nächstes tun kann. Die meisten Makler-Websites sprechen stattdessen über das Büro und über Käufer. Für Anfragen von Eigentümern zählen vor allem vier Stellen.

  • Die erste Überschrift. Sie nennt Ort und Leistung statt eines Slogans. Statt „Ihr kompetenter Partner rund um Immobilien“ besser „Immobilienmakler in [Ort]: Wir verkaufen Häuser und Wohnungen in [Ort] und den Nachbarorten“. Darunter steht ein Satz, für wen du arbeitest, und ein Knopf zur Immobilienbewertung.
  • Die Seite für den Verkauf. Sie erklärt den Ablauf vom ersten Gespräch bis zum Notartermin, welche Unterlagen der Eigentümer braucht und was du ihm abnimmst. Die meisten Eigentümer verkaufen nur ein- oder zweimal im Leben und wollen vorher wissen, was auf sie zukommt.
  • Die Seite über dich und dein Team. Echte Fotos, echte Namen, wie lange du schon im Ort arbeitest und was du vorher gemacht hast. Wer dir sein Haus anvertraut, will sehen, mit wem er spricht.
  • Belege aus deinem Ort. Verkaufte Objekte mit Stadtteil, Google-Bewertungen mit Namen und kurze Stimmen von Verkäufern. Drei verkaufte Häuser in der Nachbarschaft des Lesers sagen mehr als „über 20 Jahre Erfahrung“.

Eine einfache Probe für jeden Absatz: Tausch den Ortsnamen aus. Passt der Text dann immer noch, könnte er auf jeder Makler-Website stehen und sagt dem Eigentümer nichts über dich. Google erkennt solche austauschbaren Texte ebenfalls.

Was kostet eine Makler-Website wirklich?

Der Preis allein ist der falsche Maßstab. Ob eine Seite billig oder teuer war, sagt nichts darüber, ob sie Eigentümer bringt, und nur daran lassen sich die Website-Kosten messen. Ein Baukasten, über den in zwei Jahren kein Verkäufer kam, war teurer als jede Agentur. Auch eine Agentur-Website ohne Ortsstrategie bringt für ihr Geld wenig zurück.

Rechne es mit einer einzigen Provision durch, als Rechenbeispiel: Verkaufspreis 400.000 €, Verkäuferprovision 3 % = 12.000 €. Ein einziger zusätzlicher Alleinauftrag im Jahr verschiebt jede Kostenrechnung. Bringt die Seite ihn nicht, sind auch niedrige Makler-Website-Kosten zu hoch.

Was den Preis auf dem Agentur- und System-Weg treibt: Seitenzahl und damit Orte, individuelle Texte statt Vorlagen, Technik für Ladezeit und Objekt-Einbindung, Fotos, Online-Bewertung und die Frage, ob vor dem Bau gemessen wird. Pauschalpreise ohne Blick auf deinen Ort bedeuten, dass jeder dasselbe bekommt.

Zwei Erwartungen gehören in jede Kalkulation. Die Zeit: Erste Platzierungen kommen oft nach wenigen Wochen, die ersten Anfragen kommen meist in den ersten zwei Monaten. Und die Garantie: Niemand kann dir Platz 1 zusichern. Wer dir Platz 1 garantiert, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.

Wichtiger als der Preis der Website ist die Frage, was dich eine Website kostet, die keinen Eigentümer bringt.

Gibt es Förderung, wenn du eine Makler-Website erstellen lässt?

Ja, aber nicht für den Bau. Die BAFA bezuschusst die Unternehmensberatung vor der Entscheidung (Analyse, Schwachstellen, Handlungsempfehlungen) mit 50 % bis maximal 1.750 € je Beratung in den alten Bundesländern und 80 % bis 2.800 € in den neuen; die Richtlinie läuft bis 31.12.2026. Website-Bau, Design und Werbemittel sind ausdrücklich nicht förderfähig.

Gefördert wird also die Vermessung, die den meisten Makler-Websites fehlt: ein Bericht, der auch gilt, wenn du woanders bauen lässt. Wichtig ist das Neutralitätsgebot: Die Beratung darf nicht darauf zielen, dass du beim Berater die Website kaufst. Antrag, Reihenfolge und die Fehler, die die Förderung kosten, stehen im Guide zur BAFA-Förderung für Immobilienmakler.

Welche sechs Fragen musst du vor dem Bau beantworten können?

Sechs Fragen entscheiden, ob deine Website als Akquise-Kanal überhaupt funktionieren kann. Sie sollten beantwortet sein, bevor es um Farben und Gestaltung geht. Ohne diese Antworten fehlt dem Bau die Grundlage, auf jedem der drei Wege und zu jedem Preis. Bei jeder Frage, die du nicht beantworten kannst, ist ein Wettbewerber im Vorteil, der die Antwort kennt.

  1. Wie viele Menschen suchen in deinem Ort monatlich nach einem Makler? Ohne diese Zahl weißt du nicht, ob die Seite Nachfrage abholen kann oder ob dein Traffic in den Nachbarorten liegt.
  2. Wie viele Wörter haben die drei Seiten, die in deinem Ort vorn stehen? Das ist die Messlatte, also das Band deiner Stadtgröße und nicht der Median.
  3. Welche Orte bekommen eine eigene Seite und welche nicht? Die Liste aus dem Bauch ist bei fast jedem Makler falsch.
  4. Welches Formular ist dein Ziel? Bewertung, Erstgespräch oder Rückruf, und was passiert danach?
  5. Wie kommen deine Objekte auf die Seite? Als echter Inhalt auf deiner Domain oder als iFrame?
  6. Wie misst du, woher eine Anfrage kam? „Rein aus Gefühl" ist die häufigste Antwort in unseren Gesprächen und zugleich die teuerste.

Die ersten beiden Fragen kannst du selbst recherchieren; die übrigen brauchen Daten je Ort oder sind Bau-Entscheidungen, die sich nach dem Launch nur teuer korrigieren lassen. Eine schnelle Einordnung deiner jetzigen Website bekommst du mit unserem kostenlosen Website-Check für Immobilienmakler.

Woran erkennst du einen Anbieter, der dich über den Tisch zieht?

An dem, was er zurückhält, verspricht oder vermeidet. In unseren Gesprächen hat rund jeder dritte Makler schlechte Erfahrungen mit einem früheren Dienstleister gemacht, und die Warnsignale wiederholen sich: Logo-Dateien, die nach dem Wechsel zurückgehalten werden und die Markenanmeldung blockieren; eine Domain, die auf die Agentur statt auf den Makler registriert ist; Laufzeitverträge, die erst beim Kündigen auffallen; drei Meetings für Farbverläufe; Platz-1-Versprechen. Zu jedem dieser Warnsignale kannst du vorher eine Frage stellen.

Sechs Fragen, die du jedem Anbieter stellst, bevor du unterschreibst:

  1. Auf wen sind Domain und Hosting registriert, und bekomme ich alle Zugänge?
  2. Gehören mir Texte, Fotos, Logo-Dateien und Quellcode nach Bezahlung?
  3. Welche Wortzahl-Bänder gelten für meine Stadtgröße, welche Orte bekommen eine Seite, und woher stammen diese Werte?
  4. Wie werden meine Objekte eingebunden: auf meiner Domain oder per iFrame?
  5. Wie wird gemessen, woher jede Anfrage kommt?
  6. Welche Laufzeit hat der Vertrag, und was passiert bei Kündigung mit Seite und Daten?

Ein Anbieter, der Frage 3 mit „das machen wir nach Erfahrung" beantwortet, hat deinen Ort nicht vermessen. Das ist kein Vorwurf, aber eine wichtige Information für deine Entscheidung. Was eine Makler-Website als Akquise-Kanal leisten muss, steht auf unserer Seite zur Website für Immobilienmakler, die Eigentümer bringt.

Ein Anbieter, der deinen Ort nicht vermessen hat, kann dir keine Website bauen, die dort gezielt gefunden wird.

Was du jetzt tun kannst

Drei Dinge kannst du diese Woche ohne jede Analyse erledigen: Prüfe, auf wen Domain und Hosting registriert sind, und hol dir alle Zugänge. Miss die Ladezeit deiner Seite gegen den Google-Wert von 2,5 Sekunden. Und zähle die Wörter deiner Startseite gegen die drei Seiten, die in deinem Ort vorn stehen. Das kostet dich etwa eine Stunde.

Die weiteren Fragen (Orte, Wortzahl, Themen, Formular) sind Messaufgaben. Bleiben sie offen, entsteht auf jedem Weg eine Website, die zwar gefallen kann, aber schwer gefunden wird. Diese Messung übernehmen wir, bevor Geld fließt: Buch dir die kostenlose Potenzial-Analyse für deinen Standort. Du bekommst die Werte deines Orts (Suchvolumen, Wettbewerber-Wortzahl, Ortsliste, Ladezeit) und weißt danach, welcher Weg zu dir passt, ob mit oder ohne uns. Wenn wir dir nicht helfen können, sagen wir dir auch das.

Stand: November 2026 · Autor: Milan Schuster, EstatePartner

Häufige Fragen

Reicht ein Baukasten, um eine Immobilienmakler-Website zu erstellen?

Für eine Visitenkarte ja: Adresse, Team, Kontakt, Referenzen. Für Akquise selten: Baukästen liefern keine Ortsstrategie, oft keine saubere Objekt-Einbindung und nur mit Glück die Ladezeit der Gewinner. Wenn deine Seite Eigentümer bringen soll, prüfe zuerst die sechs Fragen oben: Fällt bei drei davon die Antwort „weiß ich nicht", ist die fehlende Messung das Problem.

Brauche ich eine eigene Website, wenn ich auf ImmoScout und anderen Portalen bin?

Ja. Portale zeigen deine Objekte den Käufern. Eigentümer, die einen Makler suchen, landen aber meist auf Makler-Websites: Rund 91 % der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen entfällt laut unseren Messungen auf eigene Makler-Websites, Portale und Verzeichnisse kommen zusammen auf etwa 7 %. Außerdem gehört dir dein Portal-Profil nicht. Kündigst du, ist die Sichtbarkeit weg.

Wie lange dauert es, eine Immobilien-Website zu erstellen?

Der Bau dauert je nach Weg Tage (Baukasten) bis Wochen (Agentur oder System), je nachdem, ob Texte, Fotos und Ortsanalyse vorliegen. Danach geht es oft schnell: Erste Platzierungen siehst du meist nach wenigen Wochen, die ersten Anfragen kommen meist in den ersten zwei Monaten. Plane beides getrennt.

Was kostet es, eine Makler-Website erstellen zu lassen?

Das hängt von Seitenzahl, Texten, Technik, Fotos und Online-Bewertung ab und davon, ob vor dem Bau gemessen wird. Pauschalpreise ohne Blick auf deinen Ort sind ein Warnsignal, weil jeder dasselbe bekommt. Rechne stattdessen mit einer Provision: Bringt die Seite einen zusätzlichen Alleinauftrag im Jahr, stellt sich die Kostenfrage anders.

Muss ich meine bestehende Website neu bauen?

In den meisten Fällen lohnt sich ein Neubau mehr als ein Umbau. Struktur, Ortsseiten, Immobilienbewertung, Ladezeit und Tracking lassen sich im Neubau von Anfang an sauber umsetzen, während ein Umbau im alten System oft länger dauert und Kompromisse bringt. Vorsicht beim Domainwechsel: Ein Makler aus unseren Gesprächen fiel nach dem Relaunch von Platz 2 auf 6 bis 9. Seiten, die schon ranken, gehören deshalb immer per Weiterleitung auf die neue Website.

Wer schreibt die Texte für die Immobilienmakler-Website?

Auf dem Baukasten-Weg du, auf dem Agentur-Weg oft ebenfalls du. Texte sind der häufigste Grund, warum Projekte stocken. Im System-Ansatz entstehen sie entlang der gemessenen Werte: Wortzahl je Stadtgröße, Ortsnennungen, Themen, die Eigentümer in deiner Stadt suchen. Generische Texte mit ausgetauschtem Ortsnamen erkennt Google und wertet die Domain ab.

Kann ChatGPT mir eine Makler-Website erstellen?

Einen ersten Entwurf ja, eine Website, die Eigentümer überzeugt, eher nicht. Mit KI erstellte Seiten sehen sich auffällig ähnlich: dieselben Floskeln wie „Ihr kompetenter Partner rund um Immobilien“, glatte Stockfotos oder künstlich wirkende Bilder und ein Aufbau, den man von vielen anderen Seiten kennt. Viele Eigentümer merken das sofort. Wer dir sein Haus anvertrauen soll, sucht aber genau das Gegenteil: echte Menschen und echte Verkäufe aus seinem Ort. Dazu kommt, was die KI nicht weiß: wie viele Menschen in deinem Ort nach einem Makler suchen, welche Nachbarorte eine eigene Seite brauchen und wie stark deine Wettbewerber sind. Impressum, Datenschutz, die Einbindung deiner Objekte und die Messung der Anfragen musst du trotzdem selbst lösen. Wofür KI im Maklerbüro gut taugt, steht in unserem Artikel KI für Immobilienmakler.

Welche Pflichtangaben braucht eine Makler-Website?

Ein Impressum nach § 5 DDG, die Datenschutzerklärung, für Makler zusätzlich Angaben zur Aufsichtsbehörde und zur Erlaubnis nach § 34c GewO (§ 2 DL-InfoV) und seit dem 19. Juni 2026 den Widerrufsbutton, wenn Verträge über die Website geschlossen werden. Das ist keine Rechtsberatung: Lass Impressum, Datenschutz und Formulare von einem Fachanwalt oder deinem Verband prüfen.

Kann ich meine Objekte automatisch aus der Maklersoftware auf die Website bringen?

Ja, über eine Schnittstelle, meist im Format OpenImmo. Bei Baukästen und vielen Agenturen kostet diese Anbindung extra. Bei EstatePartner ist sie Teil der Website und kostet nichts zusätzlich.

Welcher Homepage-Baukasten ist der beste für Immobilienmakler?

Das hängt weniger am Namen als an ein paar Fragen: Lassen sich Objekte automatisch einlesen, stehen sie auf deiner Domain, kannst du Seiten für jeden Ort anlegen, und wie schnell lädt die Seite? Für eine Visitenkarte reicht fast jeder Baukasten, für Eigentümer-Anfragen selten.

MS
Milan Schuster
Gründer von EstatePartner. Baut mit seinem Team SEO-Websites für Immobilienmakler, datenbasiert, auf Basis von 228 vermessenen Gewinner-Seiten.