
In unserer Messung von 228 rankenden Makler-Seiten sind 95,6 % Leistungsseiten mit kommerziellem Intent, im Median 1.384 Wörter lang, mit rund 40 Ortsnennungen und 23 internen Links — die meisten Makler-Websites erfüllen keinen dieser Werte.
Es gibt drei Wege, eine Immobilienmakler-Website zu erstellen: Baukasten, Freelancer oder Agentur, System-Ansatz — sie unterscheiden sich weniger im Preis als in der Frage, ob jemand deinen Ort vermessen hat.
Billig gegen teuer ist die falsche Achse: Ein einziger zusätzlicher Alleinauftrag (Rechenbeispiel 400.000 € × 3 % = 12.000 €) verschiebt jede Kostenrechnung, und belastbare Rankings brauchen erfahrungsgemäß 3 bis 6 Monate.
Die BAFA bezuschusst die Strategieberatung vor dem Bau mit 50 % bis 1.750 € (alte Länder) bzw. 80 % bis 2.800 € (neue Länder) je Beratung — nicht den Website-Bau selbst.
Sechs Fragen müssen vor dem Bau beantwortet sein (Suchvolumen, Wettbewerber-Wortzahl, Orte, Ziel-Formular, Objekt-Einbindung, Messung) — wer sie nicht beantworten kann, baut blind, egal auf welchem Weg.
Neun Monate nach dem Launch sagt ein Makler in unserem Gespräch den Satz, den wir in fast jedem Erstgespräch hören: „De facto habe ich noch nichts gewonnen über die Homepage." Die Seite ist gebaut, bezahlt, online, sieht gut aus. Und trotzdem kam darüber kein einziger Eigentümer.
Das ist kein Einzelfall, und es ist nicht deine Schuld. Wer eine Immobilienmakler-Website erstellen lässt, bekommt fast immer eine Gestaltungsleistung: Farben, Fotos, Seitenstruktur nach Geschmack. Was er nicht bekommt, ist die Antwort auf die Frage, die über Anfragen entscheidet: Was steht auf den Seiten, die in seinem Ort heute vorn liegen — und warum?
Wir haben genau das gemessen: 228 rankende Makler-Seiten in 50 Städten. 95,6 % davon sind Leistungsseiten mit kommerziellem Intent, keine Bildergalerien, keine Blogs. Dieser Artikel zeigt dir die drei Wege, deine Makler-Website zu erstellen, was den Preis auf jedem Weg treibt — und die sechs Fragen, die vor dem ersten Euro beantwortet sein müssen.
Die ehrliche Nachricht vorweg: Der Weg entscheidet weniger, als die Anbieter behaupten. Die Vermessung davor entscheidet fast alles.
Weil sie für den Betrachter gebaut wurden, nicht für die Suche. In unserer Messung von 228 rankenden Makler-Seiten sind 95,6 % Leistungsseiten mit kommerziellem Intent, im Median 1.384 Wörter lang, mit rund 40 Ortsnennungen und 23 internen Links. Sie laden in 1,5 Sekunden ohne Layout-Sprünge. Die typische Immobilienmakler-Homepage erfüllt keinen dieser Werte — und liegt deshalb dort, wo niemand mehr klickt.
Ein Makler aus unseren Gesprächen lag auf Platz 22 für „Immobilienmakler" plus seine Stadt — und sagte selbst: Alles unterhalb der ersten sieben ist die Null. Er hatte eine funktionierende Website, aber keinen Wert der Gewinner-DNA erreicht, weil vor dem Bau niemand gemessen hatte, was im Ort vorn steht. Eine Startseite mit 400 Wörtern gegen Wettbewerber mit 1.400 tritt gar nicht erst an.
Eine Makler-Website wird nicht gefunden, weil sie schön ist. Sie wird gefunden, weil sie die Werte trifft, die im Ort gemessen wurden.
Drei Wege stehen dir offen: der Homepage-Baukasten, den du selbst befüllst; der Freelancer oder die Agentur, die gestaltet und programmiert; und der System-Ansatz, bei dem Website, Standortstrategie, Einwertungs-Funnel und Google-Unternehmensprofil als eine Einheit gebaut werden. Die Wege unterscheiden sich in Kosten-Charakter, Tempo, Pflege und Eignung — vor allem aber darin, ob vor dem Bau jemand deinen Ort vermessen hat.
| Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) | Freelancer / Agentur | System-Ansatz (Website + Standortstrategie + Funnel + Google-Profil) | |
|---|---|---|---|
| Kosten-Charakter | monatliches Abo laut Anbieter-Preisliste, plus deine Arbeitszeit | Einmalpreis; Preistreiber: Seitenzahl, individuelle Texte, Technik, Fotos; Änderungen nach Aufwand | Aufbau plus laufende Betreuung; der Preis folgt der Messung des Orts, nicht dem Geschmack |
| Zeit bis live | Tage | Wochen bis Monate — in einem Fall aus unseren Gesprächen ein Jahr | Wochen für den Bau; belastbare Rankings erfahrungsgemäß nach 3 bis 6 Monaten |
| Wer pflegt | du selbst, dauerhaft | du oder die Agentur nach Aufwand; Texte bleiben meist deine Aufgabe | der Anbieter, entlang der gemessenen Werte und der Anfragen pro Kanal |
| Ortsstrategie | keine — du rätst | selten; meist Bauchgefühl | vermessen: welche Orte, welche Wortzahl, welche Themen |
| Eignung | Visitenkarte ja, Akquise selten | Visitenkarte ja, Akquise ungewiss | für Akquise gebaut; als Visitenkarte überdimensioniert |
Die Zeile „Ortsstrategie" ist die einzige, die über Eigentümer-Anfragen entscheidet — und sie ist bei zwei von drei Wegen leer. „Wer pflegt" wird beim Kauf fast nie gefragt und ist nach dem Launch die teuerste Zeile.
Acht Bausteine tauchen auf rankenden Seiten immer wieder auf: eine Startseite mit Ortsstrategie, Leistungsseiten für Verkauf und Bewertung, Standortseiten nur für Orte mit echter Nachfrage, ein Einwertungs-Funnel, Objekte ohne iFrame-Falle, vollständige Pflichtangaben, eine Ladezeit im grünen Bereich und strukturierte Daten. Jeder Baustein hat darunter eine Messfrage — und die bestimmt, ob er wirkt oder nur existiert.
Dazu kommt das Google-Unternehmensprofil als zweite Hälfte der Sichtbarkeit — die Website allein trägt die lokale Suche nicht.
Die ehrliche Antwort: Der Preis ist die falsche Achse. Billig gegen teuer sagt nichts darüber, ob die Seite Eigentümer bringt — und das ist die einzige Zahl, die deine Website-Kosten rechtfertigt oder verbrennt. Ein Baukasten, über den in zwei Jahren kein Verkäufer kam, war teurer als jede Agentur. Eine Agentur-Website ohne Ortsstrategie ist ein bezahlter Zustand.
Rechne es mit einer einzigen Provision durch, als Rechenbeispiel: Verkaufspreis 400.000 €, Verkäuferprovision 3 % = 12.000 €. Ein einziger zusätzlicher Alleinauftrag im Jahr verschiebt jede Kostenrechnung. Bringt die Seite ihn nicht, sind auch niedrige Makler-Website-Kosten zu hoch.
Was den Preis auf dem Agentur- und System-Weg treibt: Seitenzahl und damit Orte, individuelle Texte statt Vorlagen, Technik für Ladezeit und Objekt-Einbindung, Fotos, Funnel — und ob vor dem Bau gemessen wird. Pauschalpreise ohne Blick auf deinen Ort bedeuten, dass jeder dasselbe bekommt.
Zwei Erwartungen gehören in jede Kalkulation. Die Zeit: Belastbare Rankings brauchen erfahrungsgemäß 3 bis 6 Monate. Und die Garantie: Niemand kann dir Platz 1 zusichern. Ein Makler sagte es so: Wer verspricht, dich in vier Wochen auf Platz 1 zu bringen, lügt.
Die richtige Frage ist nicht „Was kostet die Website?", sondern „Was kostet mich die Website, die keinen Eigentümer bringt?"
Ja, aber nicht für den Bau. Die BAFA bezuschusst die Unternehmensberatung vor der Entscheidung — Analyse, Schwachstellen, Handlungsempfehlungen — mit 50 % bis maximal 1.750 € je Beratung in den alten Bundesländern und 80 % bis 2.800 € in den neuen; die Richtlinie läuft bis 31.12.2026. Website-Bau, Design und Werbemittel sind ausdrücklich nicht förderfähig.
Gefördert wird also genau die Vermessung, die den meisten Makler-Websites fehlt — ein Bericht, der auch gilt, wenn du woanders bauen lässt. Wichtig ist das Neutralitätsgebot: Die Beratung darf nicht darauf zielen, dass du beim Berater die Website kaufst. Antrag, Reihenfolge und die Fehler, die die Förderung kosten, stehen im Guide zur BAFA-Förderung für Immobilienmakler.
Sechs Fragen entscheiden, ob deine Website als Akquise-Kanal überhaupt funktionieren kann — und sie müssen beantwortet sein, bevor jemand eine Farbe wählt. Wer sie nicht beantworten kann, baut blind: auf jedem der drei Wege, zu jedem Preis. Jede Frage, bei der du passen musst, ist eine Stelle, an der ein Wettbewerber gerade gewinnt.
Die ersten beiden Fragen kannst du selbst recherchieren; die übrigen brauchen Daten je Ort oder sind Bau-Entscheidungen, die sich nach dem Launch nur teuer korrigieren lassen.
An dem, was er zurückhält, verspricht oder vermeidet. In unseren Gesprächen ist rund jeder dritte Makler von einem früheren Dienstleister verbrannt — und die roten Flaggen wiederholen sich: Logo-Dateien, die nach dem Wechsel zurückgehalten werden und die Markenanmeldung blockieren; eine Domain, die auf die Agentur statt auf den Makler registriert ist; Laufzeitverträge, die erst beim Kündigen auffallen; drei Meetings für Farbverläufe; Platz-1-Versprechen. Jede Flagge ist eine Frage, die du vorher stellen kannst.
Sechs Fragen, die du jedem Anbieter stellst, bevor du unterschreibst:
Ein Anbieter, der Frage 3 mit „das machen wir nach Erfahrung" beantwortet, hat deinen Ort nicht vermessen — kein Vorwurf, aber die Information, die du brauchst. Was eine Makler-Website als Akquise-Kanal leisten muss, steht auf unserer Seite zur Website für Immobilienmakler, die Eigentümer bringt.
Ein Anbieter, der deinen Ort nicht vermessen hat, kann dir keine Website bauen, die dort gefunden wird. Nur eine, die ihm gefällt.
Drei Dinge kannst du diese Woche ohne jede Analyse erledigen: Prüfe, auf wen Domain und Hosting registriert sind, und hol dir alle Zugänge. Miss die Ladezeit deiner Seite gegen den Google-Wert von 2,5 Sekunden. Und zähle die Wörter deiner Startseite gegen die drei Seiten, die in deinem Ort vorn stehen. Das kostet eine Stunde, und nichts davon halten wir geheim.
Die Fragen darunter — Orte, Wortzahl, Themen, Formular — sind Messaufgaben. Wer sie nicht beantwortet, kauft auf jedem Weg eine Website, die gefallen kann, aber nicht gefunden wird. Genau diese Messung nehmen wir dir ab, bevor Geld fließt: Buch dir die kostenlose Potenzial-Analyse für deinen Standort. Du bekommst die Werte deines Orts — Suchvolumen, Wettbewerber-Wortzahl, Ortsliste, Ladezeit — und weißt danach, welcher Weg zu dir passt. Ob mit uns oder ohne uns. Wenn wir dir nicht helfen können, sagen wir dir auch das.
Stand: September 2026 · Autor: Milan Schuster, EstatePartner
Reicht ein Baukasten, um eine Immobilienmakler-Website zu erstellen?
Für eine Visitenkarte ja: Adresse, Team, Kontakt, Referenzen. Für Akquise selten — Baukästen liefern keine Ortsstrategie, oft keine saubere Objekt-Einbindung und nur mit Glück die Ladezeit der Gewinner. Wenn deine Seite Eigentümer bringen soll, prüfe zuerst die sechs Fragen oben: Fällt bei drei davon die Antwort „weiß ich nicht", ist die fehlende Messung das Problem.
Wie lange dauert es, eine Immobilien-Website zu erstellen?
Der Bau dauert je nach Weg Tage (Baukasten) bis Wochen (Agentur oder System), je nachdem, ob Texte, Fotos und Ortsanalyse vorliegen. Die Wirkung braucht länger: Erste Bewegungen in der Suche siehst du erfahrungsgemäß nach 4 bis 8 Wochen, belastbare Rankings nach 3 bis 6 Monaten. Plane beides getrennt.
Was kostet es, eine Makler-Website erstellen zu lassen?
Das hängt von Seitenzahl, Texten, Technik, Fotos und Funnel ab — und davon, ob vor dem Bau gemessen wird. Pauschalpreise ohne Blick auf deinen Ort sind ein Warnsignal, weil jeder dasselbe bekommt. Rechne stattdessen mit einer Provision: Bringt die Seite einen zusätzlichen Alleinauftrag im Jahr, stellt sich die Kostenfrage anders.
Muss ich meine bestehende Website neu bauen?
Nicht zwingend. Wenn Domain, Hosting und Inhalte dir gehören und die Technik die Zielwerte hergibt, reicht oft ein Umbau: Struktur, Texte, Ortsseiten, Funnel, Ladezeit. Ein Neubau lohnt, wenn das Fundament die Werte nicht erreicht oder Objekte per iFrame eingebunden sind. Vorsicht beim Domainwechsel: Ein Makler aus unseren Gesprächen fiel nach dem Relaunch von Platz 2 auf 6 bis 9.
Wer schreibt die Texte für die Immobilienmakler-Website?
Auf dem Baukasten-Weg du, auf dem Agentur-Weg oft ebenfalls du — Texte sind der häufigste Grund, warum Projekte stocken. Im System-Ansatz entstehen sie entlang der gemessenen Werte: Wortzahl je Stadtgröße, Ortsnennungen, Themen, die Eigentümer in deiner Stadt suchen. Generische Texte mit ausgetauschtem Ortsnamen erkennt Google und wertet die Domain ab.
Welche Pflichtangaben braucht eine Makler-Website?
Ein Impressum nach § 5 DDG, die Datenschutzerklärung, für Makler zusätzlich Angaben zur Aufsichtsbehörde und zur Erlaubnis nach § 34c GewO (§ 2 DL-InfoV) — und seit dem 19. Juni 2026 den Widerrufsbutton, wenn Verträge über die Website geschlossen werden. Das ist keine Rechtsberatung: Lass Impressum, Datenschutz und Formulare von einem Fachanwalt oder deinem Verband prüfen.